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Das sagt der Bürgermeister

„Nicht zanken, sondern einen Weg finden“

Greven

In puncto Emsbeach setzt Bürgermeister Dietrich Aden auf die Änderung des Landschaftsplans – und auf Dialog.

Oliver Hengst

Dietrich Aden Foto: Günter Benning

Für den Bürgermeister ist der Beach „ein Begegnungsort, ein Raum, der unserer Stadt sehr gut tut“. Insofern werde die Fläche geschätzt und von den Grevenern intensiv genutzt. Gleichwohl gelte es natürlich die Belange des Naturschutzes zu beachten. Ein „Zielkonflikt“, wie Aden sagt. Auf die Einwände der Naturschützer müsse man reagieren. „Ignorieren? Können wir machen – aber das wird nicht gut gehen. Wir müssen der Wahrheit ins Auge schauen.“ Und die lautet: Die Fläche unterliege Restriktionen. Es sei ja auch nichts Neues, dass die Fläche im Naturschutzgebiet liege, in der nun mal bestimmte Regeln gälten.

Lange Zeit gab es einen Konsens, wie damit umzugehen ist. Nun nicht mehr. „Die Lage hat sich 2020 zugespitzt, als es wieder darum ging, eine Befreiung zu bekommen.“ Die habe es wegen eines Naturschützer-Vetos eben nicht mehr gegeben, und plötzlich stand die Frage im Raum, was eigentlich zulässig ist. „Das ist der Grund, warum seitdem das Thema Beach in aller Munde ist.“

Eine Änderung des Landschaftsplanes biete die Chance, eine dauerhafte Ausnahme zu erwirken, die nicht jedes Jahr aufs Neue beraten werden müsste, was endlich einen rechtssicheren Rahmen für den Beach schaffen würde.

Adens Ziel: „Wir müssen den Naturschutz und eine lebendige Stadt in Einklang bringen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein. Mir war es sehr wichtig, als neuer Bürgermeister als allererstes das Gespräch mit den Naturschutzverbänden zu suchen.“ Dass diese Gespräche bislang nicht zum Konsens führten, ändert nichts an seiner Hoffnung, dass es doch noch eine einvernehmliche Lösung geben könnte. „Wir sollten uns nicht zanken, sondern gemeinsam einen Weg finden.“ Es gebe weiterhin das Angebot an Naturschützer und alle anderen Beteiligten, in konstruktive Gespräche zu gehen.

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