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Aktion mit Grevener Künstlern wird von der Stadt gefördert

Kunst für Kids im Ballenlager

Greven

Kunst hoch 3. Das ist ein Projekt der Karderie, das Jugendliche und Kinder mit Grevener Künstlern zusammenbringt.

Günter Benning

Freuen sich über das Kunstprojekt am Ballenlager (v.l.): Foto: Günter Benning

Am Ende wird es, wie Beate Tenhaken sagt, ein „Win-Win-Projekt“. Kinder und Jugendliche sollen gewinnen, weil sie endlich wieder an einer realen Kunstaktion teilnehmen können. Grevener Künstler sollen gewinnen, weil sie in der Karderie pädagogisch arbeiten können. Tenhaken, Fachbereichsleiterin aus dem Rathaus, präsentierte das Projekt „Kunst hoch 3“, das an einem Wochenende im Juni (21./22.) den Innenhof des Ballenlagers zum Künstleratelier machen wird.

„Wir werden mit Feuer und Metall Skulpturen gestalten“, sagt Künstlerin Ines Detloff, „hier brennt‘s dann.“ Die Grevenerin hat in der Vergangenheit viele Projekte im Kinder- und Jugendbereich durchgeführt und wurde durch Corona ausgebremst.

Keine Festivals

Ebenso wie Ewa Grzybek, mit der Detloff früher das Straßenmal-Festival „Greven malt bunt“ organisiert hat. „Für mich war es sehr schwierig. Keine Aufträge, keine Festivals", sagt Grzybek, die mit ihren Straßenmalereien in ganz Deutschland unterwegs ist: „Wir brennen.“

Fassadengestalter Maximilian Ziegler hatte gleich eine Sprühdose in der Tasche: „Wir machen Graffiti, und zwar ganz legal.“ Er will den Teilnehmern seines Workshops beibringen, dass es mehr Spaß macht, bei Licht zu arbeiten als im Dunkeln. Ziegler übrigens ist einer der Künstler, die unter Corona nicht gelitten haben. Im Gegenteil, jetzt hätten viele Kunden Geld, etwas für Fassaden zu tun: „Man macht es sich zuhause schön.“

Birgit und Uwe Dresemann sind als Künstler digital unterwegs und haben in der Vergangenheit in der Stadtbibliothek gearbeitet. „Wir bieten einen digitalen Workshop an, um mit dem Computer auf spielerische Weise Kunst zu machen.“ Eine Kunst, die man nicht nur in der digitalen Welt ausstellen, „sondern auch in die Realität bringen kann.“ Per 3-D-Drucker.

Kunst und Blockchain

Dresemanns selbst haben ihr künstlerisches „Kerngeschäft“, sagt Uwe Dresemann, „ins Netz verlagert.“ Ein Original-Zitat: „Wir setzen Kunst auf die Blockchain, um den Provenience-Gedanken zu unterstützen.“ Kann man damit Geld verdienen? „Es fängt an“, sagt Birgit Dresemann, „mehr darf es immer sein.“

Zu den Initiatoren gehört Grünen-Ratsfrau Lore Hauschild, die im Namen der Grünen bei den jüngsten Haushaltsberatungen 10 000 Euro für das Kunstprojekt in Grevens Etat durchgesetzt hat: „Die Idee war, zwei Gruppen zusammenzubringen, um unter Corona-Bedingungen Schönes auf die Reihe zu bringen.“

Die ehemalige Lehrerin weiß eines: „Kinder darf man nicht nur als Wesen sehen, die Lerndefizite haben und in den Ferien Englisch und Französisch lernen müssen. Die haben vermisst, etwas Fröhliches, Kreatives machen zu können.“

Pro Workshop können derzeit fünf Kinder teilnehmen. Aber das kann sich bis zum Beginn des Projekts noch ändern, sagt Projektleiterin Christina Tenger: „Die Online-Müdigkeit der Jugendlichen ist deutlich zu spüren, deswegen sind wir froh, etwas in Präsenz anbieten zu können.“

Anmeldungen

Bei Kunsthoch 3 haben Kinder von 10 bis 14 Jahre am Samstag, 12. Juni, und Jugendliche von 13 bis 16 Jahren am Sonntag, 13. Juni, die Möglichkeit, im Innenhof der Karderie gemeinsam mit Künstlern aus Greven einen Tag lang kreativ zu werden. Wer Lust hat mitzumachen, schicke einfach seine Anmeldung über das Kontaktformular auf www.backstage-greven.de oder per E-Mail an karderie@stadt-greven.de. Teilnehmer sollen dabei den gewünschten Tag und die Wünsche der angebotenen Workshops nennen. Die Teilnahme ist kostenlos und für eine Verpflegung wird gesorgt. Auskünfte erteilt Christina Tenger (christina.tenger@stadt-greven.de oder 01624237171).

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