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Brochterbecker Wehrleute sind mit ihrem provisorischen Feuerwehrgerätehaus zufrieden

Fazit: „Jetzt ist alles besser“

Tecklenburg-Broch...

Es ist zwar nur ein Provisorium, aber bereits deutlich besser als das alte Gebäude. Die Feuerwehr zieht derzeit um.

Dietlind Ellerich

Über die bauliche Trennung von Umkleiden und Fahrzeughalle im Provisorium freuen sich (von links) Markus Ibeler, Martin Brink und Frank Hagenberg vom Löschzug Brochterbeck. Im alten Feuerwehrgerätehaus war nur wenig Platz zum Umziehen, wie Löschzugführer Markus Ibeler demonstriert (Bild links). Foto: Dietlind Ellerich

Nach dem Umzug des Edeka-Markts auf die andere Seite der Wechter Straße sollen dessen Räume zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut werden. Das alte Gebäude, das seit Anfang der 1960er Jahre dort steht, wo der neue Markt gebaut wird, wird abgerissen. Für die Übergangszeit hat die Stadt für den Löschzug Brochterbeck eine Halle im Gewerbegebiet an der Harkenstraße angemietet (diese Zeitung berichtete).

Mit dem inzwischen eingerichteten Provisorium sind die Wehrleute bestens zufrieden. „Es ist warm, trocken, wir haben viel Platz, und vor allem sind die Umkleiden und die Fahrzeughalle baulich voneinander getrennt“, zählen Löschzugführer Markus Ibeler und die Wehrleute Frank Hagenberg und Martin Brink die Vorteile auf. Obwohl in der Halle in den vergangenen Monaten nur das Notwendige so preisgünstig wie möglich gemacht wurde, empfinden sie ihr Übergangsdomizil als „große Verbesserung“.

Markus Ibeler, Frank Hagenberg und Martin Brink

Vorbei die Zeit, in der sich die Wehrleute vor und nach ihren Einsätzen auf engstem Raum zwischen den Fahrzeugen mit laufenden Motoren und bei niedrigen Temperaturen umziehen mussten. „Das ist nicht gesund“. sagen die Männer mit Blick auf die Abgase, denen sie ausgesetzt waren. Die Erinnerung an undichte Fenster, notdürftig übertünchten Schimmel an der Decke, selbst gebaute Abgas-Absaugrohre und weitere Defizite entlockt ihnen einen Stoßseufzer. „Jetzt ist alles besser“, stellen sie unisono fest.

Der große Umkleideraum in der Halle bietet nicht nur Platz für viele Wehrleute, sondern auch die Möglichkeit, die Tür zur Fahrzeughalle zu schließen. Dort stehen die vier Fahrzeuge des Löschzugs „in der Ausrückfolge mit entsprechenden Abständen“. Ins alte Haus an der Wechter Straße passen nur drei Wagen, der vierte steht im Keller.

Umzug am Wochenende

Aktuell bereitet der Löschzug den Umzug vor, der am Wochenende über die Bühne gehen soll. Kein einfaches Unterfangen in Corona-Zeiten. Schließlich dürfen nicht alle gleichzeitig vor Ort sein und mit anpacken. Sie haben kleine Gruppen gebildet, damit alle mit Abstand aneinander vorbeikommen.

Wie lange sie mit dem Provisorium leben müssen, wissen die drei Männer nicht genau. Die Gespräche mit der Stadt Tecklenburg und dem Architekten zum Umbau des Edeka-Marktes laufen gerade. Da können und möchten sie sich nicht in die Karten schauen lassen.

Das 100-jährige Bestehen des Brochterbecker Löschzugs im Jahr 2025 möchten sie gerne in ihrem neuen Feuerwehrgerätehaus an der Wechter Straße feiern.

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