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St. Christophorus-Kindergarten: Mobile Raummodule sollen Phase der Erweiterung und Sanierung überbrücken

Endlich Gewissheit für alle

Ladbergen

Zum neuen Kindergartenjahr wird der katholische St. Christophorus-Kindergarten um eine Gruppe erweitert. Nun, gut drei Monate vor dem Start, steht fest, wie der nötige Platz geschaffen wird. Und das heißt im Übergang wird es „mobile Raummodule“ geben, die auf dem Kirchplatz aufgebaut werden sollen, während zum Pfarrzentrum hin eine Erweiterung des Gebäudes um die dritte Gruppe erfolgt.

Mareike Stratmann

Der katholische Kindergarten St. Christophorus bekommt Foto: Mareike Stratmann

Dass der katholische St. Christophorus-Kindergarten mit Start ins neue Kindergartenjahr im August eine weitere Gruppe einrichtet, steht seit Ende vergangenen Jahres fest (die WN berichteten). Von vorbereitenden Maßnahmen geschweige denn einem Anbau an die bestehende Zwei-Gruppen-Einrichtung ist aber auch knapp drei Monate vor diesem Termin noch nichts zu erkennen. Wo sollen die Kinder untergebracht werden?

Eine Frage, die die katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen als Träger seit einem halben Jahr umtreibt, die sie über Monate hinweg aber nicht alleine beantworten konnte. Franz-Josef Konermann kommentiert das so: „Wir standen dazu im engen Kontakt mit dem Jugendamt des Kreises Steinfurt.“ Umso erleichterter ist der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, dass nun nach einer längeren Telefonkonferenz mit allen Beteiligten vor einigen Tagen die Würfel gefallen sind. „Zwar anders als gewünscht“, wie der Lengericher unumwunden zugibt, aber es gibt eine Lösung – und die heißt im Übergang „mobile Raummodule“, die auf dem Kirchplatz aufgebaut werden sollen, während zum Pfarrzentrum hin eine Erweiterung des Gebäudes um die dritte Gruppe erfolgt.

Denn wenngleich sich die Kirchengemeinde und die Gemeinde Ladbergen laut Konermann „auch gut einen kompletten Neubau“ des 1975 errichteten und in die Jahre gekommenen Kindergartens hätten vorstellen können, spielte der Kreis nicht mit. Stattdessen heißt es am Birkenweg Erweiterung statt Neubau inklusive aufwendiger Sanierung. Wann die Baumaßnahmen starten, steht noch in den Sternen. Ebenso, welchen zeitlichen Rahmen sie in Anspruch nehmen. „Mindestens zwölf Monate“, schätzt Konermann. „Unser Architekt arbeitet mit Hochdruck an den Plänen.“

Immerhin gibt es nun Gewissheit für alle. Einrichtungsleiterin Anja Hülsmann ist froh, dass der Knoten durchgeschlagen ist und dass „die betroffenen Eltern die Situation sehr geduldig ertragen haben“. Immerhin sind für die zusätzliche dritte Gruppe 20 Kinder zum 1. August angemeldet und entsprechend nur noch wenige Plätze frei. Zusätzliches Personal steht ebenfalls bereit.

Die „Neuen“ werden also für die Übergangsphase in ein sogenanntes mobiles Raumelement ziehen. Gleiches gilt für eine zweite Gruppe, während die dritte im „alten“ Kindergarten bleibt. Das Pfarrzentrum kann ebenfalls stundenweise mitgenutzt werden. Schließlich sei so ein Umbau im laufenden Betrieb eine Herausforderung, brauche Platz und Zeit, ließ Anja Hülsmann die Eltern ihrer Kindergarten-Kinder in einem Eltern-Brief jetzt wissen ließ. Die mobilen Raumelemente können zum Teil aus der Kita St. Margareta in Lengerich übernommen werden, wo die Zeit des Provisoriums unlängst zu Ende gegangen ist. „Ich habe mir diese Elemente angeschaut und bin positiv überrascht, wie schön und gemütlich es die Kinder dort hatten“, erzählt die Einrichtungsleiterin.

Sie und ihr Team freuten sich sehr über die baulichen Veränderungen, die sowohl Heizung, Fenster, Elektronik, als auch neue Waschräume und Beleuchtung beinhalten. „Zuvor waren wir oft vertröstet worden, weil auch ein Neubau im Raum stand.“ Jetzt ist klar, wie es weitergeht – und vor allem, dass die 20 neuen Kinder ab dem 1. August gut versorgt sind. Auch wenn der Anbau noch fehlt.

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