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Heimatverein pflegt Gedenksteine: Obelisk erinnert an den Ladberger Marktbund

Denkwürdiger Tag vor 775 Jahren

Ladbergen

Am Samstag vor 775 Jahren wurde der „Ladberger Marktbund“ gegründet – ein Beschluss, der als Grundlage der Westfälischen Hanse angesehen wird. Um die Bedeutung dieses historischen Tages in Erinnerung zu halten, kümmern sich die Heimatfreunde seit Jahren um die Pflege der Gedenksteine im Ort.

msm

Bürgermeister Torsten Buller (2. von links) freut‘s: Die Heimatfreunde kümmern sich regelmäßig um die Denkmäler im Ort und halten so unter anderem die Erinnerung an den „Ladberger Marktbund von 1246“ in Ehren. Foto: Mareike Stratmann

Die Mitglieder des Heimatvereins hegen und pflegen den Gedenkstein seit Jahren. Sie möchten, dass die Erinnerung an diesen besonderen Tag – heute vor 775 Jahren – in Ehren gehalten wird. Denn am 22. Mai 1246 versammelten sich in Ladbergen Vertreter der Städte Münster, Osnabrück, Minden und Herford, um sich im „Ladberger Marktbund“ zu vereinen (die WN berichteten). Eine Versammlung, „deren Beschluss für die kommenden Jahrhunderte von großer Bedeutung sein sollte“ – so schrieb es einst Friedrich Saatkamp in seinem Buch „Ladbergen“.

Der Zweck des Beschlusses, der als Grundlage der Westfälischen Hanse angesehen wird, war, sich beim Besuch der einzelnen Jahrmärkte in den Diözesen Münster und Osnabrück gegenseitig durch Helfer zu unterstützen und somit eine größere Sicherheit des Marktbesuches zu gewährleisten. Das war notwendig geworden, da es zu jener Zeit öfter vorkam, dass Kaufleute auf dem Weg zum Markt durch Raubritter überfallen und ihrer Waren beraubt wurden.

Daran erinnert jener Obelisk, der von der Gemeinde und vom Heimatverein am der Kreuzung Grevener/Tecklenburger/Lengericher Straße aufgestellt und anlässlich der Gedenktage „25 Jahre selbstständige Gemeinde Ladbergen“ am 29. September 1974 geweiht wurde, erzählt Heinz Lagemann. Damals wie auch zur 750-Jahr-Feier 1996, so der Vorsitzende des Heimatvereins, habe es eine Feierstunde mit Reden und Vorträgen gegeben.

Heute ist es dem Heimatverein wichtig, die Erinnerungen zu bewahren. Einmal im Monat kommen fleißige Mitglieder zusammen, um sich diesem und der übrigen Gedenksteine im Ort anzunehmen und sie im rechten Licht erscheinen zu lassen. Geholfen haben dabei in den Jahren 2018 und 2019 auch zwei mit je 2000 Euro dotierte Heimat-Schecks aus dem Heimatministerium. Das Geld wurde genutzt, um das Umfeld der Gedenksteine professionell auf Vordermann bringen zu lassen.

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