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Google Maps sorgt für Irritationen

Bei Tecklenburg war zu viel „Land“

Tecklenburg

Es wird mit Blick auf den Sommer und die Ferien in den nächsten Wochen und Monaten wohl öfter vorkommen, dass so mancher Tourist und Wanderlustige das Ziel Tecklenburg ansteuern möchte. Eine schnelle Suche bei Google Maps ist hierbei oft der erste Gedanke. doch es gibt einen Haken: Die Stadt bekam vom Internetportal einen neuen Namen zugewiesen. „Tecklenburger Land“ heißt es hier.

Luca Pals

Es wird mit Blick auf den Sommer und die Ferien in den nächsten Wochen und Monaten wohl öfter vorkommen, dass so mancher Tourist und Wanderlustige das Ziel Tecklenburg ansteuern möchte. Eine schnelle Suche bei Google Maps ist hierbei oft der erste Gedanke: Wie komme ich ins Burgstädtchen? Wo kann man wandern? Wo gibt es Möglichkeiten für Kaffee und Kuchen?

Das alles ist einsehbar, der einzige Haken: Die Stadt bekam vom Internetportal einen neuen Namen zugewiesen. „Tecklenburger Land“ heißt es hier – mit Verweis auf den Wikipedia-Artikel, in dem es wie folgt los geht: „Das Tecklenburger Land ist eine Region mit elf Städten und Gemeinden im nördlichen Westfalen.“ Soweit so gut. Kein großes Ding für den ortskundigen Westfalen. Für den einen oder anderen Touristen aber sicherlich zumindest eine Verwirrung wert. Wie kommt der Fehler zustande? Und: Was kann in diesem Fall getan werden?

Letzteres ist nach kurzer Internetrecherche offen einzusehen. Google weist darauf hin, dass auch Privatpersonen auf einen falschen Namen aufmerksam machen können, wenn dieser ihnen aufgefallen ist. Dies geht unter anderem direkt über Google Maps und die Rubrik „Ort hinzufügen.“ Dafür ist ein Google-Account notwendig. Der Vorschlag für den fehlenden Ort, die fehlende Firma oder die neue Straße kann im Weiteren eingereicht werden. Wird diese von Google Maps angenommen, bekommt man eine Benachrichtigung über die Ergänzung oder Namensänderung. Der Grund, warum der Name oder die Beschreibung eines Ortes geändert werden sollte, muss ebenfalls angegeben werden.

Übrigens ist es auf diesem Weg auch möglich, um die Löschung eines unangemessenen Fotos oder eines Bildes zu bitten, das die eigene Privatsphäre – zum Beispiel durch die Aufnahme des heimischen Gartens aus der Vogelperspektive – zu bitten.

Durch diese Zusammenarbeit mit – wie Google sie nennt - „Local Guides“ ist es im Übrigen auch möglich, dass Orts-, Straßen- oder Firmennamen falsch hinterlegt sind. Einerseits sieht Google durch die Mithilfe von lokal informierten Personen deren Stärken, andererseits habe dies bereits in der Vergangenheit so manches Mal in die Irre geführt. Auf Nachfrage unserer Zeitung betont die Pressestelle von Google, Einzelfälle nicht zu kommentieren. In der Erklärung heißt es weiter: „Die Daten in Google Maps stammen aus einer Vielzahl von Quellen. Darunter kommerzielle Datenunternehmen, öffentlich zugängliche Quellen und in einigen Fällen von Partnern wie lokalen Verwaltungen.“

Fehler traten in der Vergangenheit des Öfteren auf. Der Autor dieser Zeilen wurde zum Beispiel in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires völlig in die Irre navigiert. Übrigens gibt es weitere prominente Stellen, die von Fehlern betroffen waren. So geschehen am Mount Rushmore in den USA. Über mehrere Jahre wurden Touristen zu einem anderen Berg gelotst, der dem Denkmal sehr ähnlich sieht. Dies führte soweit, dass die besagte Gemeinde wegen des Irrtums ein Hinweisschild aufstellte. So weit wird es in Tecklenburg wohl auch deswegen nicht kommen, weil das Internetportal auf Nachfrage unserer Zeitung den Fehler korrigiert hat: Nun heißt es auch bei Google Maps Tecklenburg.

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