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CDU kürt Marc Henrichmann zum Bundestagskandidaten

Viel Rückenwind

Altenberge/Nordwa...

Marc Henrichmann wurde mit großer Mehrheit zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden September im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II gewählt. Die CDU-Mitglieder kürten ihn mit 94,92 Prozent der Stimmen.

Viola ter Horst

Christina Schulze Föcking, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Steinfurt, gratulierte Marc Henrichmann zur erneuten Kandidatur für den Bundestag. Foto:

Kräftiger Rückenwind für den Havixbecker Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Er soll es nochmal machen: Die CDU-Vertreter aus den Kreisen Coesfeld und Steinfurt kürten ihn mit breiter Mehrheit zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September im hiesigen Wahlkreis 127 Coesfeld-Steinfurt II. Dazu gehören auch die Kommunen Altenberge, Nordwalde und Laer. 56 der 59 CDU-Vertreter stimmten in der Wahlkreisversammlung auf der Freilichtbühne in Coesfeld mit „Ja“, nur drei mit „Nein“ – damit bekam der Havixbecker 94,92 Prozent. „Herzlichen Dank für das tolle Ergebnis“, freute sich der 44-Jährige über das Vertrauen der CDU-Vertreter.

„Mir macht die Politik in Berlin Spaß“, sagte er. Dass er im Bundestag schon nach kurzer Zeit in seinem Wunsch-Bereich Innenpolitik Themen setzen konnte, habe auch damit zu tun, „dass wir zusammen ein richtig gutes Ergebnis eingefahrenhaben“, blickte Henrichmann auf seine ersten Jahre in Berlin zurück.

33 Millionen Euro

Nun wolle er „satteln für den zweiten Umlauf“, erklärte der passionierte Reiter in seiner Rede, in der er gleich mehrfach den Pferdesport als Symbol heranzog. Er freue sich auf den gemeinsamen Wahlkampf.

Henrichmanns Kernthemen: Die Digitalisierung weiter vorantreiben und Bürokratie abbauen, den Mittelstand und das Ehrenamt in den Vereinen entlasten. Die CDU sei eine „echte Digitalpartei“, sagte er.

Er führte ein Beispiel an: So habe er in zähen Verhandlungen mit dem Koalitionspartner erreicht, dass die Pflicht, einen Datenschutzbeauftragten zu stellen, für kleine Firmen und Vereine nicht gelte. „Kleinen Betrieben und Landwirten noch zusätzlich Steine in den Weg legen – ohne mich“, sagte Marc Henrichmann in seiner Rede.

Landwirte

Fast 33 Millionen Euro seien in dieser Wahlperiode in den Wahlkreis geflossen, „weil wir als CDU von der Kommune über Land und Bund bis Europa gute Vernetzungen haben“. Mittel für die Sprachkita gehören ebenso dazu wie Geld für den Denkmalschutz, Städtebauförderung oder die Unterstützung innovativer Unternehmen und gemeinnütziger Vereine.

Reiter

Ökonomie und Ökologie dürfen sich nach Henrichmanns Ansicht nicht ausschließen. Im Gegenteil. Es müsse gelingen, Klimaschutz und die Technologie dafür zum Exportschlager zu machen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnte Henrichmann einmal mehr kategorisch ab. „Mit Extremisten machen wir nix“, betonte er. Wie die AfD mit Andersdenkenden umgehe und auch miteinander, habe er immer wieder im Bundestag erlebt. „Mit diesen Menschen kann man nicht zusammenarbeiten.“

Das Zusammenspiel mit dem Koalitionspartner SPD im Bundestag bezeichnete Henrichmann als „schwierig“ und als eine „Zweckgemeinschaft“. Bei den Grünen kritisierte er, dass sie „keine Positionen beziehen“ und sich lieber enthielten, wenn es darauf ankomme, so in der Frage der Bundesnotbremse.

Berlin

Henrichmann appellierte an seine CDU-Kollegen, auf diejenigen zuzugehen, die sich nicht mehr gehört fühlten. Wegsehen sei keine Lösung, wenn jemand zum Beispiel in Sorge um sein Unternehmen sei und Kritik vortrage. „Wir müssen unser Ohr offen halten und genau diesen Menschen Angebote machen.“

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