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Aktionsbündnis für Demokratie Altenberge: Lesungen starten am 10. Mai

Gegen das Vergessen

Altenberge

Mit der Audio-Ausstellung „Gegen das Vergessen! Lesen der verbrannten Bücher“ will das Aktionsbündnis für Demokratie Altenberge am 10. Mai und den darauffolgenden 30 Tagen einen Beitrag zur Erinnerungskultur liefern.

wn

Am 10. Mai 1933 wurden in mehr als 20 Städten im Deutschen Reich Bücher von 131 Autorinnen und Autoren verbrannt, die auf der Liste des „undeutschen Geistes“ standen. In späteren Aktionen wurden viele Bücher von weiteren Autoren aus Bibliotheken, Privatbesitz und Buchläden beseitigt.

Die Bücherverbrennung war der Auftakt von Zensur, Verfolgung und Terrormaßnahmen, die in Krieg und Völkermord endeten.

Audio-Ausstellung

Mit der Audio-Ausstellung „Gegen das Vergessen! Lesen der verbrannten Bücher“ will das Aktionsbündnis für Demokratie Altenberge am kommenden Montag (10. Mai) und den darauffolgenden 30 Tagen einen Beitrag zur Erinnerungskultur liefern, heißt es in einer Pressemitteilung von Franziska Mahlmann, der Kulturbeauftragten der Gemeinde.

Da eine öffentliche Lesung derzeit nicht möglich ist, werden entlang der Kirchstraße im Rahmen einer Plakatausstellung verschiedene Autorinnen und Autoren vorgestellt, deren Werke den Scheiterhaufen in Nazideutschland zum Opfer fielen.

QR-Code

Mithilfe eines Smartphones und eines QR-Code-Scanners ist ein direktes Hörerlebnis möglich: In den vergangenen Wochen haben Altenbergerinnen und Altenberger Textausschnitte eingelesen, deren Audiospuren über die QR-Codes der Plakate abrufbar sind, darunter beispielsweise Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Rosa Luxemburg und Irmgard Keun.

Zeitgleich werden am 10. Mai im Bürgerhaus – allerdings ohne Publikum – weitere Texte eingelesen und als Videospuren online gestellt. Auch diese sind dann über die Plakate abrufbar.

Eine Audio-Einführung in das Thema übernimmt der Altenberger Rainer Mockewitz. Kooperationspartner dieses Projekts des Aktionsbündnisses für Demokratie sind die Gemeinde Altenberge sowie das Familienbündnis Altenberge.

Erich Kästner

Das Aktionsbündnis für Demokratie Altenberge hat sich im Herbst 2018 anlässlich der Neonazi-Aufmärsche in Chemnitz spontan aus Einzelpersonen, Altenberger Vereinen und Parteien gegründet, um durch Veranstaltungen und Aktionen die demokratischen Grundwerte zu stärken und einen Beitrag zur Demokratiebildung in Altenberge zu leisten, heißt es in der Pressemittelung weiter.

Die Ausstellung wird 30 Tage lang in der Kirchstraße zu sehen sein. Online sind alle Beiträge der Audioausstellung „Gegen das Vergessen!“ ab dem 10. Mai 2021 unter www.familienbuendnis-Altenberge.de erreichbar. Unter dieser Adresse ist es außerdem allen Interessierten möglich, sich in einen E-Mail-Verteiler des Aktionsbündnisses für Demokratie Altenberge einzutragen.

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