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Projekt „Barrierefreier Ortskern“

Zeitplan abhängig vom Brückenbau

Nottuln

Der barrierefreie Umbau des Nottulner Ortskern soll fortgesetzt werden. Doch sind die Arbeiten im sogenannten Bauabschnitt 4 abhängig von der Erneuerung der maroden Nonnenbachbrücke. Anlieger müssen sich auf mehrmonatige Bauarbeiten einstellen.

Ludger Warnke

Dieser Teil des Ortskerns wird zur Baustelle: Die Nonnenbachbrücke muss neu gebaut werden, außerdem soll der barrierefreie Umbau des Ortskerns fortgesetzt werden. Foto: Ludger Warnke

Wann genau die mehrmonatigen Bauarbeiten im Nottulner Ortskern starten werden, ist noch offen. Doch zumindest der Fertigstellungstermin ist ziemlich klar: Rechtzeitig vor dem Martinimarkt im November 2022 sollen die Arbeiten für den Neubau der Nonnenbachbrücke und für die barrierefreie Umgestaltung des Ortskerns in diesem Bereich abgeschlossen sein. Ansonsten riskiert die Gemeinde, dass ausgerechnet zum Jubiläum „400 Jahre Martinimarkt“ Teile des Ortskerns für die imagewirksame Traditionsveranstaltung nicht zur Verfügung stehen werden.

Straffer Zeitplan

Entsprechend straff laufen nun die weiteren Vorbereitungen: Am Dienstag (1. Juni) berät der Ausschuss für Umwelt und Mobilität über den Gestaltungsentwurf für den barrierefreien Umbau im sogenannten Bauabschnitt 4.1. Dieser Bauabschnitt umfasst den Bereich der Nonnenbachbrücke mit den Einmündungen Kurze Straße und Kirchstraße, die Straße Stiftsplatz bis Kreuzung Stiftsstraße sowie die Straße Kirchplatz vom Stiftsplatz bis zum Pfarrhaus.

Entsprechend der Gestaltungskriterien der ersten Bauabschnitte soll auch hier im Fahrbahnbereich Natursteinpflaster verlegt werden, die Entwässerungsrinnen werden mit Betonsteinen angelegt, Riemchenpflaster ist für die Rand- und Gehwegbereiche vorgesehen. Der Engpass zwischen dem Café am Stiftsplatz und dem Turm der St.-Martinus-Kirche soll mit Betonpflaster als Mischverkehrsfläche gestaltet werden, analog zur Einmündung Burgstraße. Im Bauabschnitt sind auch drei Fußgängerfreundliche Querungshilfen mit gesägtem Natursteinpflaster geplant.

Der Umbau des Bauabschnitts 4.2 (Bereich westlich der Brücke bis Einmündung Heriburgstraße) ist in der Ausführung frühestens für 2023 vorgesehen.

Gesamtkosten von über 1 Mio. Euro

Für den 4. Bauabschnitt kalkuliert die Gemeinde derzeit Gesamtkosten von 1 047 000 Euro. Hiervon entfallen auf den Abschnitt 4.1 676 000 Euro (Variante 1 mit Naturstein) bzw. 631 000 Euro (Variante 2 mit Betonstein) auf den Abschnitt 4.2. rund 371 000 Euro. Die Gemeinde wird wieder Fördermittel beantragen (Förderquote 60 Prozent). Inwieweit die Anlieger zu den Kosten herangezogen werden, muss noch geklärt werden. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage plant die Gemeinde Förderanträge beim Land zu stellen, um die Belastung der Anlieger so gering wie möglich zu halten.

Nicht alle Bäume bleiben erhalten

Der barrierefreie Umbau ist abhängig vom Neubau des maroden Nonnenbachbrücke. Nach Aussage der Verwaltung können die Arbeiten nicht parallel, sondern nur nacheinander durchgeführt werden. Für den Neubau der Brücke haben sich Rat und Verwaltung nach langen Diskussion auf eine Gestaltungsvariante geeignet, die jetzt auch gesetzt ist. Eine erste Planung für das technische Bauwerk liegt vor. Die hat allerdings zur Folge, dass von den insgesamt sechs betroffenen Bäumen voraussichtlich mindestens vier nicht erhalten werden können. Zwei Bäume können voraussichtlich direkt an ihrem jetzigen Standort ersetzt werden. Außerdem plant die Gemeinde Ersatzpflanzungen von drei weiteren Bäumen.

Unter der Voraussetzung, dass Städtebaufördermittel fließen und alle Eigenmittel im Haushalt 2022 veranschlagt sind, wäre folgender Zeitablauf möglich: Neubau der Nonnenbachbrücke im Zeitraum Herbst/Winter 2021 bis Frühjahr/Sommer 2022, anschließend folgt der barrierefreie Umbau (drei bis vier Monate). Ziel: Rechtzeitige Fertigstellung vor Martinimarkt 2022.

Der Ausschuss für Umwelt und Mobilität tagt öffentlich. Die Sitzung beginnt am 1. Juni (Dienstag) um 19 Uhr im Bürgerzentrum Schulze Frenking in Appelhülsen.

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