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ADFC Lüdinghausen beobachtet Verkehrsachse Mühlen- bis Ascheberger Straße kritisch

„Roter Faden“ für Radler

Lüdinghausen

Die Verkehrssituation für Radler auf der Ost-West-Achse Mühlenstraße/Ascheberger Straße liegt der ADFC-Ortsgruppe Lüdinghausen ganz besonders am Herzen – und in gewisserweise auch im Magen. Schließlich haben die Leezenfreunde in diesem Bereich so einiges auszusetzen. Insbesondere der Abzweig zur Neustraße bereitet Probleme.

Peter Werth

Herbert Baur (l.) und Manfred Piotrowski von der ADFC-Ortsgruppe Lüdinghausen nehmen Foto: Peter Werth

Wer von der Mühlenstraße kommend mit seinem Rad nach links in die Neustraße abbiegen will, sollte die in der Fahrbahn mittig rot markierte Schneise nutzen. Diese endet dann im Kurvenbereich zum Ostwall unvermittelt. Eine Tatsache, die bei Herbert Baur nur Kopfschütteln auslöst. „Da hat kein Verkehrsplaner vernünftig drüber nachgedacht“, ist der Pressesprecher der ADFC-Ortsgruppe Lüdinghausen überzeugt. Unter Sicherheitsaspekten sei dies eine unhaltbare Situation, findet Manfred Piotrowski, ADFC-Sprecher für Radverkehr und Fahrsicherheit.

Eng wird es für Radler auf der Mühlenstraße nicht selten durch am Straßenrand geparkte Pkw. Foto:

Beide plädieren für einen „ungehinderten Radverkehr“ auf der Ost-West-Achse Mühlenstraße bis Ascheberger Straße. Nicht zuletzt die Diskussionen in den politischen Gremien wie auch die diversen Leserbriefe in dieser Zeitung hätten die Brisanz der Thematik gezeigt. Täglich nutzten die Strecke Hunderte von Radlern – nicht zuletzt viele Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg. Daher müsse sich unbedingt etwas ändern. „Und das nicht erst, wenn es ein Mobilitätskonzept gibt“, fordern die ADFC-Vertreter zügiges Handeln. Denn ebenso wie die Bundesstraße 58 die Hauptverkehrsachse für den Pkw- und Lkw-Verkehr durch die Stadt darstelle, sollte sich die Route über Ascheberger und Mühlenstraße zu der Hauptverkehrsader für Leezen entwickeln.

Bis es soweit sei, gebe es noch viel zu tun, sagt Baur. Mit eigenen Ideen will die ADFC-Ortsgruppe an einer praktikablen und fahrradfreundlichen Umsetzung mitwirken. Wie „ein roter Faden“ könnte sich etwa, so beschreibt dies Piotrowski, im Straßenverlauf beidseitig ein Radfahrstreifen entlangziehen. Das hätte zudem den Vorteil, dass Autofahrer in diesem Bereich deutlich langsamer unterwegs wären. „Die Straße wirkt durch das Rot optisch verengt“, erklärt Piotrowski.

Kritische Situation für Radfahrer

Bislang sei die Situation auf dieser Strecke eher chaotisch. An gleich mehreren Stellen würde es Radfahrern schwer gemacht, sicher und zügig voranzukommen. Das gelte etwa für den Kreuzungsbereich zwischen der Konrad-Adenauer-Straße bis zum Kreisel Ascheberger Straße. Dort wichen Radler nicht selten auf den Gehweg aus, weil ihnen die Straße zu unsicher sei, haben die ADFC-Vertreter immer wieder beobachtet. Das sei so sicher nicht gewollt. Und: Dort würden die Autos nicht nur zu schnell fahren, vielfach behinderten parkende Fahrzeuge auch den Verkehrsfluss zusätzlich.

Eine sinnvolle Verkehrsplanung müsse die gesamte Strecke ins Visier nehmen, sind die ADFC-Vertreter überzeugt. Dazu gehöre auch der Gedanke, das Kopfsteinpflaster im Fußgängerzonen-Abschnitt der Mühlenstraße fahrradfreundlicher zu gestalten. Der ADFC-Vorschlag: eine ebene, gepflasterte Schneise wie auf der Zuwegung zur Burg Lüdinghausen.

Baur und Piotrowski machen zudem auf einen anderen Punkt aufmerksam. Die Beschilderung für auswärtige Radler lasse zu wünschen übrig. Touristen stünden nicht selten ratlos an Kreuzungen, weil sie nicht weiter wüssten. „Wir haben so viele schöne touristische Schönheiten. Die Leute finden sie nur nicht“, beklagt Piotrowski diesen aus seiner Sicht erheblichen Missstand.

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