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Nach Corona-Tief

Reisebüros verzeichnen erstes kleines Buchungshoch

Lüdinghausen

Zwischen Lockdown und der ersten kleine Buchungswelle vergingen nur wenige Wochen. Nach all den Beschränkungen wollen die Leute nun wieder los. Die WN haben sich in den örtlichen Reisebüros umgehört, welche Ziele gerade gebucht werden und wie die Stimmung ist.

Ann-Christin Frank

Urlaub trotz Corona: Viele Reisebüros erleben derzeit eine kleine erste Buchungswelle nach 17 Monaten voller Stornierungen und Rückabwicklungen. Foto: Colourbox

Nach 17 Monaten, in denen fast nur Stornierungen bearbeitet wurden, läuft seit gut zwei Wochen eine kleine Buchungswelle in den Reisebüros an.

„Seit Mitte Mai ist es deutlich zu spüren und die Lockerungen zu Pfingsten haben dem Buchungsverhalten noch einmal einen Schub gegeben“, bringt es Daniel Jayatilaka, Büroleiter der Reiseagentur Meimberg auf den Punkt und fügt hinzu: „Viele buchen jetzt für die Sommerferien oder schauen perspektivisch auf die Zeit im Spätsommer oder Herbst, wenn sie die zweite Impfung haben.“ Das sei auch sinnvoll, denn die Preise stiegen. Innerhalb Deutschlands sei schon vieles ausgebucht oder eben extrem teuer, weiß der Reiseexperte.

Hoch im Kurs stehen laut Jayatilaka auch all jene europäischen Nachbarländer, die bereits gelockert haben, wie Spanien mit den dazugehörigen beliebten Kanarischen Inseln oder auch Mallorca sowie ganz Griechenland.

Dass überall kräftig Bewegung drin sei, bekräftigt auch Stephanie Wessel, Inhaberin vom Reisebüro Brackmann. „Die Preise steigen täglich. Hinzu kommt außerdem, dass noch nicht alle Flieger wieder startklar sind, denn das Hochfahren dauert auch da an.“ Genauso sieht es bei den Reiseveranstaltern aus, die ihre Mitarbeiter erst aus der Kurzarbeit holen müssten. „Wir erreichen viele Veranstalter derzeit nur bis 16 Uhr, daher haben wir zurzeit auch noch eingeschränkte Öffnungszeiten, bieten unseren Kunden aber die Beratung nach Termin an“, sagt Wessel.Ab der zweiten Juniwoche werde sich das aber auch etwas lockern, sodass das Reisebüro Brackmann auch nachmittags wieder geöffnet sei. Sie merke aber auch, dass nun wieder alle Altersklassen am Urlaub interessierst seien und nach der langen Zeit zu Hause einfach nur raus und etwas anderes sehen wollten.

Christoph Lückertz, Geschäftsführer vom gleichnamigen Reisebüro, freut sich nach der langen Zeit des Lockdowns sehr über die Rückkehr der Kunden. „Meine Mitarbeiter sind total motiviert, dass es jetzt wieder richtig viel zu tun gibt.“ Das vergangene Jahr mit all den Rückabwicklungen sei eines der teuersten überhaupt für die Branche gewesen, bringt er es auf den Punkt. Dass das jetzt wieder etwas anziehe, sei ein gutes Zeichen. Zudem lockten Angebote – wie beispielsweise die kostenlose Stornierung – viele gerade jetzt, den Traumurlaub zu buchen. „Um den nun für das personal anstehenden Aufwand richtig einzuschätzen, bedarf es cleverer Lösungen“, sagt Lückertz und fügt hinzu: Schließlich seien viele seiner Mitarbeiter während des Lockdowns in Impfzentren tätig gewesen. Diese Formen der Nebenbeschäftigung und auch die Kurzarbeit bei den Veranstaltern gelte es nun, wieder zurückzudrehen, „damit wir den Service jetzt sukzessive wieder hochfahren können“.

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