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Umkleidegebäude im Daruper Sportzentrum

Reichen 314 000 Euro für die Sanierung?

Nottuln/Darup

Das Umkleidegebäude im Daruper Sportzentrum muss dringend saniert werden. Gelder stehen im Haushalt bereit, aber werden sie auch ausreichen?

Ludger Warnke

Das Umkleidegebäude im Daruper Sportzentrum muss umfangreich saniert werden. 314 000 Euro hat die Gemeinde dafür im Jahr 2021 eingeplant. Foto: Ludger Warnke

Der Handlungsbedarf am Umkleidegebäude im Daruper Sportzentrum ist groß und dringend: Gesundheitsbeeinträchtigende Schimmelpilze in den Duschen und Umkleiden, eine veraltete und nicht mehr funktionierende Heizungstechnik, eine veraltete Trinkwasserinstallation. Das Umkleidegebäude aus dem Jahr 1987 bedarf einer umfassenden Frischzellenkur, um es in seinem Bestand zu sichern und für die Sportler wieder gut nutzbar zu machen.

Und diese Frischzellenkur soll nun auch kommen. 314 000 Euro sind im Gemeindehaushalt für Sanierung und Modernisierung des Gebäudes in diesem Jahr eingeplant, wie Architekt Frank Vogts von der Verwaltung im Ausschuss für Planen und Bauen mitteilte.

Alte Technik abgängig

Mit Ausnahme der 2010 installierten Solarthermieanlage ist an dem 35 Jahre alten Gebäude bislang wenig gemacht worden. Ende vergangenen Jahres waren beide Öltanks der alten Ölheizung nicht mehr zu gebrauchen, auch die veraltete Lüftung musste mittlerweile außer Betrieb genommen werden, wie Vogts berichtete. Hinzu komme die Schimmelpilzproblematik im Sanitärbereich.

Vorgesehene Sanierungsmaßnahmen sind nun der Einbau einer neuen Lüftung/Luftheizung mit einer automatischen Feuchtigkeitsregulierung, um so auch Schimmelpilzen vorzubeugen. Die Wärmeerzeugung erfolgt künftig durch Erdgas statt durch Öl, Umkleide- und Duschbereiche werden saniert und so umgebaut, dass für Männer und Frauen getrennte Bereiche entstehen. Schließlich erfolgt der Einbau einer neuen Trinkwasserinstallation.

Politik mahnt Nutzung von Fördermitteln an

Ob die dafür im Haushalt veranschlagten 314 000 Euro angesichts der enormen Baukostensteigerungen der vergangenen Monate tatsächlich reichen werden, war eine Frage, die den Ausschuss sehr beschäftigte. Grünen-Fraktionssprecher Richard Dammann mahnte eindringlich, alle möglichen Fördermittel konsequent auszunutzen.

Eigenleistungen von SV Borussia Darup?

Herbert van Stein (UBG) brachte Eigenleistungen des SV Borussia Darup bei den Arbeiten im Sanitärbereich ins Spiel, was aber nach Einschätzung der Verwaltung zu Problemen bei der Gewährleistung führen könnte. Auch eine teilweise Durchführung der Maßnahmen wurde vorgeschlagen. Der Spielraum dafür ist gering, die Erneuerung von Lüftung und Heizung ist absolut notwendig, betonte Architekt Vogts.

Ausschussmitglied Sebastian Schulz (CDU) warb dafür, das Projekt im vollen Umfang zu verwirklichen. „Wenn die Finanzen das zulassen, sollten wir die Maßnahme komplett umsetzen“, meinte auch Volker Ludwig (SPD).

Maßnahme komplett umsetzen

„Wir müssen etwas für den Erhalt des Gebäudes und für die Gesundheit der Nutzer tun“, betonte Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes. Vor dem Hintergrund, dass der Fördertopf, aus dem Gelder für das Daruper Kunstrasenprojekt beantragt worden sind, wohl um ein Vielfaches überzeichnet sei, „würde ich jetzt ungern das Letzte an Einsparungen aus Darup herauspressen“, erklärte der Bürgermeister.

Am Ende entschied der Ausschuss einstimmig, dass die Verwaltung das Projekt weiter fortsetzt unter der Maßgabe, dass Fördermöglichkeiten bestmöglich ausgenutzt werden und ein Gespräch mit dem SV Borussia über eventuelle Eigenleistungen geführt wird.

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