1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreis
  6. >
  7. Apotheker bereiteten 50 000 Impfdosen auf

  8. >

100 Tage Impfzentrum

Apotheker bereiteten 50 000 Impfdosen auf

Kreis Coesfeld. Seit 100 Tagen gibt es das Impfzentrum des Kreises Coesfeld. Grund genug für die dort tätigen Apotheker und PTA, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Denn mit Eröffnung des Impfzentrums am 8. Februar ist auch das pharmazeutische Personal an sieben Tagen pro Woche im Einsatz: In der Herzkammer des Impfzentrums haben bislang rund 90 Apotheker und PTA den teils hochsensiblen Corona-Impfstoff für die Verimpfung auf- und vorbereitet. „Insgesamt haben wir rund 50 000 Impfdosen rekonstituiert und dem medizinischen Team passgenau zur Verfügung gestellt“, erklärt Apotheker Dr. Stephan Barrmeyer, Pharmazeutischer Leiter im hiesigen Impfzentrum.

Allgemeine Zeitung

Im Impfzentrum in Dülmen sorgen Apotheker und PTA dafür, den teils hochsensiblen Impfstoff aufzubereiten. Foto: az

Das pharmazeutische Personal habe die Impfung mit den neu entwickelten mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna überhaupt erst möglich gemacht, wobei BioNTech den Löwenanteil ausmachte. Gewissermaßen wecken sie das Vakzin aus dessen Winterschlaf: Gekühlt wird der Impfstoff geliefert, bei Raumtemperatur muss er dann unter keimarmen Bedingungen mit einer genauen Dosis Kochsalzlösung gemischt werden. „Wird der Impfstoff in diesem Zustand auch nur einmal kräftig geschüttelt, muss er verworfen werden“, erläutert Barrmeyer. Anschließend werden aus jedem Fläschchen sechs, wenn möglich auch sieben Spritzen aufgezogen. Auch hier muss man Vorsicht walten lassen: „Schlagen die Spritzen beim Transport in einer Schale aneinander, kann der Impfstoff seine Wirkung verlieren. Hinzu kommt noch eine genaue Dokumentation, da das Vakzin nach Aufbereitung nur zwei Stunden lang verimpft werden darf“, so Barrmeyer.

Startseite