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Altenheim Schwester Maria Euthymia eingeweiht

„Hohe Ansprüche mehr als erfüllt“

Senden

Als „wirklich ansprechendes Quartier“ bezeichnete Bürgermeister Sebastian Täger den neuen Komplex auf dem Areal des ehemaligen Holtruper Sportplatzes. Täger hob dieses Fazit während der offiziellen Einweihung des Altenheims Schwester Maria Euthymia hervor, das von Pfarrer Klemens Schneider gesegnet wurde.

Dietrich Harhues

Erhielten die symbolische Schlüsselgewalt: Heimleiterin Sabine Neumann (l.) und ihre Stellvertreterin Natalie Asser. Foto: di

Es ist eine Filetfläche: Groß und zentral gelegen. Entsprechend „ehrgeizig“ waren die Pläne der Gemeinde Senden für dieses Areal, betonte Bürgermeister Sebastian Täger. Vor nunmehr sechs Jahren war ein Wettbewerb ausgelobt worden, bei dem Betreiber, Investor und das architektonische Konzept zählten. Das, was damals auf dem Papier Punkte sammelte, ragt inzwischen als „wirklich ansprechendes Quartier“ auf dem Gelände des ehemaligen Holtruper Sportplatzes in die Höhe, so Täger. Ein langer Planungs- und Bauprozess wurde am Dienstag mit der Einweihung des Altenheims Schwester Maria Euthymia abgeschlossen.

„Verlässlichen Partner“ schnell gefunden

Mit der Heilig-Geist-Stiftung sei ein „verlässlicher, kompetenter und erfahrener“ Betreiber gefunden worden, der in dem Wettbewerb „schnell überzeugt“ habe. „Die hohen Ansprüche bei der Auslobung wurden mehr als erfüllt“, fasste der Bürgermeister Konzept und architektonische Umsetzung zusammen. Sendens Rathaus-Chef hob auch hervor, dass sich die Zeiten seit dem ersten Spatenstich für das Großprojekt im August 2019 massiv geändert hätten: „Corona schärft den Blick für die Dinge, die wirklich wichtig sind.“ Und zu diesen zählte Täger die gesellschaftliche Solidarität – beispielsweise den älteren Menschen gegenüber. Auf diesem Feld seien die Angehörigen der Pflegeberufe „ganz besonders gefordert“ gewesen, unterstrich der Bürgermeister. Und bekundete, dass Pflegekräfte „tiefen Respekt und volle Anerkennung“ verdienen.

In Form eines Interviews bringen Pfarrer Klemens Schneider und Schwester Elisabethis das Leben der Namenspatronin näher. Foto: di

Dieser Gedanke zog sich durch die Grußworte der Einweihungsfeier, die unter Coronaschutz-Auflagen stattfand. Auch Klemens Schneider bekräftigte mit Blick auf die Leistungen dieser Berufsgruppe: „Da habe ich große Achtung vor.“ Der Pfarrer schloss in seine Segenswünsche die künftigen Bewohner und das Altenheim-Team mit ein. Wie gut eine Einrichtung ihre Aufgaben erfüllen könne, liege nicht nur an der Funktionalität der Gebäude, sondern auch daran, in welchem Geist darin der Dienst an älteren Mensch geleistet werde. Die Wahl der Namensgeberin der neuen Einrichtung sei insofern schon Programm. In einem Dialog mit dem Pfarrer stellte Schwester Elisabethis von den barmherzigen Clemensschwestern heraus, was das Leben und die Person von Schwester Maria Euthymia gekennzeichnet habe: Sie habe die Sprache der Liebe gesprochen und den Menschen den Rücken gestärkt – im Sinne eines „Du schaffst es“.

Beide Altenheime bilden einen Katamaran

Kraft und einen langen Atem – diese Haltung wurde der Leitung der Altenheime in Senden, St. Johannes und Schwester Maria Euthymia, während der Bauphase besonders abverlangt. „Es war schon eine hammerharte Zeit“, sagte Leiterin Sabine Neumann, die die symbolische Schlüsselgewalt mit ihrer Stellvertreterin Natalie Asser vom Vorsitzenden des Kuratoriums der Heilig-Geist-Stiftung, Paul Beine, entgegennahm. Beide Häuser sollten nicht als zwei Schiffe segeln, sondern als Katamaran, veranschaulichte Neumann die Synergieeffekte zwischen den Altenheimen St. Johannes und Schwester Maria Euthymia.

Den Respekt vor den Pflegekräften versah auch Architekt Jörg Verwohlt mit einem Rufzeichen: Sein Büro spendet 1000 Euro für ein Mitarbeiterfest der Belegschaft.

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