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Schützenverein Gemütlichkeit Stevern

„Heute wäre unser Tag gewesen“

Nottuln

Coronabedingt kann das Schützenfest im Stevertal nicht stattfinden. Das traditionelle Gedenken an die Verstorbenen ließ der Schützenverein Gemütlichkeit Stevern am Sonntagnachmittag aber nicht ausfallen.

Iris Bergmann

Zur Kranzniederlegung am Ehrenmal versammelten sich (v.l.) Vorsitzender Ludger Gorke, zweiter Vorsitzender Günter Mersmann, das Königspaar Karin und Martin Wilmer und das Kaiserpaar Marlies und Heinz Böwing. Foto: Iris Bergmann

Ludger Gorke, Vorsitzender des Schützenvereins Gemütlichkeit Stevern, schaute ein wenig niedergeschlagen in die Runde der Steveraner, die sich am Sonntagnachmittag zur Kranzniederlegung am Ehrenmal eingefunden hatten: „Heute wäre unser Tag gewesen!“ Eigentlich hätten die Schützenbrüder in ihren Uniformjacken stolz in Reih und Glied gestanden. Und eigentlich hätte eine Blaskapelle schnittige Märsche gespielt. Und eigentlich hätten sich Männer, Frauen und Kinder auf ein schönes Fest im großen Zelt auf der Wiese gefreut. Doch auch in diesem Jahr gibt es nichts von alldem. Zum zweiten Mal musste das Schützenfest im Stevertal wegen der Pandemie abgesagt werden.

Die Kranzniederlegung zur Ehrung der Verstorbenen indes wurde durchgeführt. Erster Vorsitzender Ludger Gorke, zweiter Vorsitzender Günter Mersmann sowie das Königspaar Karin und Martin Wilmer und das Kaiserpaar Marlies und Heinz Böwing kamen am Ehrenmal zusammen, um einen Kranz niederzulegen.

Mit Wehmut erinnerte Gorke an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Besonders hob er den langjährigen Vogelbauer Bernhard Laubrock hervor, „der sich für den Verein aufgerieben hat“. Aber auch über die Grenzen Steverns hinaus gedachten die Anwesenden an alle Verstorbenen, sei es durch Krankheit, Corona oder durch Krieg. Versöhnlich meinte Ludger Gorke: „Der Wind rauscht durch die Blätter, die Vögel zwitschern, da kommt Hoffnung auf, dass alles besser wird.“

Und er sprach wohl allen aus der Seele, als er sich wünschte, „dass wir gemeinsam im nächsten Jahr wieder ein prächtiges Schützenfest feiern können.“

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