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Freiwilligendienst

Hasta la vista! – Ein Jahr in Spanien

Havixbeck

Helena Tietmeyer ist gespannt: Sie hat sich für einen Freiwilligendienst in Spanien entschieden. In Spanien wird die Havixbeckerin an der Deutschen Schule Valencia (DSV) arbeiten.

Frank Vogel

Schöne Aussichten: Nach Valencia in Spanien wird die Havixbeckerin Helena Tietmeyer für zehn Monate gehen, um hier einen Freiwilligendienst zu leisten. Foto: imago images/Westend61

„Endlich mit der Schule fertig und die Welt entdecken. Raus aus dem Gewohnten, hinein ins Neue. Davon habe ich immer geträumt! Endlich raus aus dem Zuhause. Ende August ist es so weit; dann wird sich dieser Traum für mich erfüllen, denn dann heißt es: ein Jahr Spanien!“

Die das schreibt, ist Helena Tietmeyer. Zusammen mit fünf weiteren Freiwilligen wird sie zehn Monate in Valencia leben und arbeiten. Sie nimmt an einem Programm der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJFD) teil. Der gemeinnützige Verein ist anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und nach eigenen Angaben eine der größten und ältesten Workcamp-Organisationen in Deutschland.

Helena Tietmeyer nimmt an einem Freiwilligendienst in Valencia (Spanien) teil. Foto: Sammlung Tietmeyer

Interkultureller Kontakt

Valencia, das Ziel für Helena Tietmeyer, liegt an der Ostküste und ist die drittgrößte Stadt Spaniens. Dort wird die Havixbeckerin an der Deutschen Schule Valencia (DSV) arbeiten und die Lehrkräfte unterstützen.

„Die DSV ist eine Begegnungsschule, die den interkulturellen Kontakt fördert und den Unterricht bilingual gestaltet. Dadurch soll den Lernenden Offenheit und Toleranz anderen Menschen gegenüber vermittelt werden, was nach meiner Überzeugung bei den heutigen Entwicklungen in der Welt ein guter Grundstein ist“, findet die 18-Jährige, die im vergangenen Jahr an der Friedensschule in Münster ihr Abitur abgelegt hat.

„Ich möchte diesen Freiwilligendienst absolvieren, um die spanische Kultur kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln“, sagt Helena Tietmeyer. „Zudem ist mir kultureller Austausch sehr wichtig, vor allem in den heutigen Zeiten, in denen rassistisches und vorurteilsbehaftetes Denken wieder vermehrt auftritt.“ Für sie sei es jedes Mal bereichernd, andere Menschen, neue Kulturen und Personen mit neuen Weltsichten kennenzulernen.

Berufswunsch: Lehramt

Auch für ihr Berufsziel ist der Aufenthalt spannend: Die junge Havixbeckerin möchte auf Lehramt studieren. „Durch meinen Einsatz in der Grundschule hoffe ich, sicherer in diesem Wunsch zu werden. Der Beruf der Lehrenden ist sowohl physisch als auch psychisch sehr herausfordernd. Daher möchte ich vorher auch praktische Erfahrungen sammeln, um den Beruf besser einschätzen zu können.“ Außerdem sei ihr wichtig, sich mit den verschiedenen Kulturen und Geschichten auseinanderzusetzen, „um die sehr heterogene Schülerschaft differenziert wahrzunehmen, um voneinander lernen zu können.“

Unterstützerkreis für die Finanzierung

Helena Tietmeyer arbeitet im Moment, um sich das Auslandsjahr ermöglichen zu können. „Da die öffentlichen Mittel leider nicht reichen, um die Kosten zu decken, muss ich für meinen Freiwilligendienst einen Unterstützerkreis aufbauen.“ Deswegen würde sich die 18-Jährige sehr freuen, wenn sie mit einer einmaligen oder regelmäßigen Spende unterstützt würde. Für die Unterstützenden möchte sie einen Blog, eine Art Tagebuch im Internet, führen, In diesem will sie fortlaufend über ihre Erfahrungen und Aufgaben während ihres Aufenthalts an der DSV berichten.

Wer Fragen hat oder Interesse, die junge Havixbeckerin zu unterstützen, kann sie per Mail erreichen: h.tietmeyer@web.de

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