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GW Nottuln rüstet Flutlichtanlage um

Geld und Energie sparen

Nottuln

Etwas fürs Klima tun und gleichzeitig Kosten sparen. Der Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln hat es am Beispiel seiner Flutlichtanlagen jetzt durchexerziert. Ein Vorzeigeprojekt auch für andere Vereine.

Thomas Austermann

Neues Licht bei GW Nottuln: Die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, Petra Bunzel, freut sich über die Maßnahme ebenso wie Matthias Middendorf (M.) und Josef Dirks vom Sportverein. Foto: Thomas Austermann

Investieren, um Geld und Energie zu sparen. Dieses nachhaltige Motto schreibt sich Grün-Weiß Nottuln in seinen klugen Plan, die alten Flutlicht-Lampen an beiden Kunstrasenplätzen zu ersetzen. Schon im Juni rücken die Installateure mit ihren Hubsteigern an, um die insgesamt zwölf Flutlichtmasten mit LED-Technik auszustatten. Zur neuen Saison leuchtet es heller denn je bei geringeren Lichtimmissionen, nicht nur für die vielen Fußballmannschaften.

Vorstands-Beisitzer Matthias Middendorf hat sich intern um die konkrete Umsetzung des ambitionierten Vorhabens verdient gemacht. 2019 entdeckte er die Chance, im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums“, die diverse Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasimmissionen unterstützt. Middendorf bekam die Einwilligung der Gemeinde Nottuln, Eigentümerin der Plätze, die Umgestaltung anzugehen.

Fördermittel vom Bund

„Den Zuschuss von 25 Prozent gibt es nur, wenn man nachweisen kann, 50 Prozent Energie einsparen zu können“, sagte Middendorf, der gemeinsam mit einem Gutachter die erforderlichen Berechnungen anstellte und die ermittelten Zahlen an den vom Bund eingesetzten Projektträger PT Jülich aus dem Forschungszentrum Jülich GmbH übermittelte. Das Okay in Form des Zuwendungsbescheids kam nach ausgiebiger Prüfung und beinhaltet die Verpflichtung, die Maßnahme bis September 2021 umgesetzt zu bekommen.

Das schafft der Club ebenso wie das Schultern einer höheren Investitionssumme, die trotz Förderung aus der grün-weißen Kasse kommen muss. Langfristig freilich wird der Verein sparen – alleine an Energiekosten 20 000 Euro auf zehn Jahre gerechnet. „Umgerechnet bilanzieren wir in diesem Zeitraum eine CO-Einsparung von 95 Tonnen“, wies Vereinsvorsitzender Josef Dirks auf diesen Aspekt hin. Die Klimaschutzbeauftragte er Gemeinde Nottuln Petra Bunzel, die sich vor Ort von der Maßnahme angetan zeigte, lobte „diese ehrenwerte Vereinsaktion, deren Umsetzung beispielhaft sein kann für andere Clubs.“

„Beispielhaft für andere Clubs.“

22 Jahre lang leuchteten die nun alten Lampen am „unteren“ Platz, sieben Jahre weniger die am Hauptplatz. Dass kaum noch Ersatzbirnen zu bekommen sind, dass die Wartung pro Jahr im Mittel über solche installierten Anlagen ca. 1600 Euro verschlingt und die Strahlkraft der „Funzeln“ stark nachlässt mit der Zeit, spielt dem steigenden Umweltbewusstsein noch in die Karten. Die nächste Leuchtmittelgeneration ist bei halber Leistung bereits heller als die aktuelle.

Die Beleuchtung lässt sich „dimmen“, realisiert damit unterschiedliche voreingestellte Lichtszenen für beispielsweise Trainings- oder Wettkampfbetrieb und erlaubt eine exaktere Platz-Ausleuchtung. Die LED-Lampen haben eine vielfach höhere Nutzungsdauer und Effektivität. Die Lampen sind größer als die alten, aber die notwendige Prüfung der Standfestigkeit der Masten ergab eine Unbedenklichkeit für die nächsten sechs Jahre.

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