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Jugendumfrage in Lüdinghausen kommt digital

Fragebogen bleibt unverändert

Lüdinghausen

Per Online-Befragung sollen Jugendlichen in Lüdinghausen ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse äußern können. Den Fragebogen stellte Theresa Holewa vom „Come-In-Corner“ am Dienstagabend im Gesellschaftsausschuss vor.

Peter Werth

Theresa Holewa vom „Come-in-Corner“ der Caritas stellte die Jugendumfrage im Fachausschuss vor. Foto: ben

Per Online-Fragebogen sollen sich zwischen dem 1. Juni und dem 5. Juli Kinder und Jugendliche zwischen elf und 21 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Wünschen, Forderungen und Ideen äußern. Den entsprechenden Fragenkatalog stellte am Dienstagabend Theresa Holewa vom sozialintegrativen Zentrum „Come-in-Corner“ im Ausschuss für Gesellschaft, Ordnungswesen und Sport vor. Die Ergebnisse, betonte Holewa, sollen dann „zeitnah, offen und transparent“ kommuniziert werden. Insgesamt 27 Fragen würden den Teilnehmenden gestellt, teils im Multiple-Choice-Verfahren, aber auch mit konkret formulierten Antworten.

Hatte in der anschließenden Diskussion des Ausschusses Johanna Holtrup zunächst noch lobende Worte für die Idee der Befragung, stellte die Sozialdemokratin allerdings die Fragen als solche zur Disposition. Diese seien aus ihrer Sicht „sehr anstrengend“. Im Namen ihrer Fraktion forderte sie, die Umfrage komplett zu überarbeiten und neu zu erstellen. Dem stimmte Melanie Vogel (Grüne) zu. Sie begrüßte zwar, dass Jugendliche gefragt würden, „wo der Schuh drückt“, aber die Fragen seien „in Teilen nicht altersgerecht“.

Das stieß bei der CDU auf keine Gegenliebe. Die Bedürfnisse der Jugendlichen „in den Fokus zu rücken, wird allerhöchste Zeit“. Und: „Der Fragebogen ist absolut okay.“ Auch Gregor Schäfer plädierte dafür, die Umfrage zu starten. Es sollte nicht noch mehr Zeit verloren werden, betonte der FDP-Fraktionssprecher.

Den Kritikern der Fragestellung vermochte schließlich Matthais Kortendieck den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Fragebogen sei in enger Abstimmung mit Vertretern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstellt worden und habe dort das Okay erhalten, erklärte der Beigeordnete.

LWL-Experten eingebunden

Theresa Holewa erläuterte den Kommunalpolitikern, dass auf die Befragung in verschiedenen Formaten aufmerksam gemacht werden solle – über Poster, Flyer und in den Sozialen Netzwerken. Besondere Bedeutung erhielten zudem die Schulen. Dort könnte die Umfrage etwa im Politikunterricht thematisiert und gemeinsam beantwortet werden. Aber auch die Jugendeinrichtungen spielten dabei eine Rolle. Ziel der Befragung sei es, die Jugendlichen zum aktiven Mitmachen in der Stadtgesellschaft zu motivieren. Ein Resultat könnte die Einrichtung eines Jugendforums oder Jugendrates sein, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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