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Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges

„Erinnerung, Versöhnung, Frieden!“

Nottuln

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs wieder. Pfarrdechant Norbert Caßens, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Robert Hülsbusch (FI) haben dazu eine Erklärung abgegeben.

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Anlässlich des 76. Jahrestages zum Endes des Zweiten Weltkriegs legten Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, Pfarrdechant Norbert Caßens und Robert Hülsbusch von der FI Blumen nieder. Foto: Gemeinde Nottuln

„Erinnerung, Versöhnung, Frieden!“ Mit diesen Worten legten am Freitag, am Vortag des 8. Mai, Pfarrdechant Norbert Caßens, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Robert Hülsbusch, Friedensinitiative Nottuln, in der Versöhnungskapelle an der St.-Martinus-Kirche Blumen nieder. Heute vor 76 Jahren endete für Deutschland der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation. Das Ergebnis: Verwüstete Länder, 60 Millionen Tote und Millionen Verwundete.

Sechs Millionen Juden wurden in den Konzentrationslagern des NS-Regimes ermordet. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Wir denken an Millionen ziviler Opfer, die der Krieg forderte: Kinder und Alte, Männer und Frauen. Auch viele Menschen aus Nottuln verloren ihr Leben oder gelten noch bis heute als vermisst. Nottulner Bürgerinnen und Bürger haben unendlich in diesem Krieg gelitten - Nottulner, die Soldaten waren, Zivilisten, aber auch Nottulner, die sich dem Nationalsozialismus und dem Krieg entzogen oder gar entgegenstellten, die durch ihr Nein zum Krieg Opfer wurden.“

Insbesondere denke man aber in diesem Jahr auch an die Menschen der damaligen Sowjetunion. Am 22. Juni jährt sich zum 80. Mal der Überfall der deutschen Armeen auf die Sowjetunion. Caßens, Thönnes und Hülsbusch: „Unfassbares Leid brachten die Deutschen über dieses große Land. 27 Millionen Menschen wurden getötet. Noch heute ist in jeder russischen, belarussischen und ukrainischen Familie dieser Krieg präsent, noch heute trauert jede Familie um ihre Toten durch diesen Krieg. Wir denken an die Menschen, die unter großen Opfern ihr Land verteidigen wollten, an die Menschen, die in kleinen Dörfern in Kirchen zusammengetrieben wurden und dort, nachdem diese Kirchen von deutschen Soldaten oder SS-Männern angesteckt wurden, qualvoll starben.“ Mit diesem auf Vernichtung und Ausrottung der slawischen Völker angelegten Krieg hätte Deutschland eine besondere Schuld auf sich geladen. Die Botschaft müsse sein: „Wir Deutsche tragen eine besondere Verantwortung auch heute noch für die Menschen in Belarus, in der U­kraine und in Russland.“ Zum Schluss des kleinen Gedenkens wurde an die vielen großen und kleinen Kriege in der heutigen Zeit gedacht.

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