1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreis-coesfeld
  6. >
  7. „Die Kinder sind das Wichtigste für uns“

  8. >

Teilneubau der Schule Darup

„Die Kinder sind das Wichtigste für uns“

Nottuln/Darup

Über drei Stunden wurde diskutiert. Am Ende stand ein Kompromiss zum Teilneubau der Schule Darup. Und die Eltern sind bereit, mit anzupacken.

Ludger Warnke

„Im Augenblick ist unsere Schule ziemlich ramponiert“, beschreibt Ursula Wippich, Leiterin der Daruper Sebastiangrundschule, die aktuelle Situation. Foto: Frank Vogel

„Lösungen fallen nicht vom Himmel, es ist ein hartes Ringen.“ Winfried Schürmann, Elternvertreter in der Arbeitsgruppe zum Projekt „Teilneubau der Grundschule Darup“, fasste mit dieser Aussage trefflich die Situation der vergangenen Tage und Wochen zusammen. Er dankte der Politik für die Bereitschaft zum Dialog und versprach weiteres Engagement der Daruper: „Wir sind bereit, mit anzupacken.“

Der über dreistündigen gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse Bildung und Soziales sowie Planen und Bauen am Dienstag im Appelhülsener Bürgerzentrum waren sehr intensive Gespräche vorausgegangen – sowohl in der Projektarbeitsgruppe, als auch am Tag zuvor bei einem Lokaltermin auf dem Schulgelände in Darup. In der von der SPD beantragten Sondersitzung kamen alle noch einmal ausführlich zu Wort.

Pädagogisches Konzept braucht Raum

Als Schulleiterin Ursula Wippich das pädagogische Konzept der Schule vorstellte und dabei herausstellte, dass die Kinder in ihrer Individualität anzunehmen und zu fördern seien und man dafür unterschiedliche Lernzonen benötige, wurde einmal mehr deutlich, mit welcher Leidenschaft das Kollegium seine Arbeit versieht. „Wir wollen die Kinder vorwärts bringen, ihre Selbstständigkeit fördern. Die Kinder sind das Wichtigste für uns“, betonte Wippich unter dem Beifall der rund 50 anwesenden Daruper Eltern.

Wenig verwunderlich, dass Sprecher aller Fraktionen die Arbeit der Schule lobten, die pädagogischen Notwendigkeiten sahen und auch ein klares Bekenntnis zum Schulstandort Darup abgaben. Zumal Beigeordnete Doris Block darüber informiert hatte, dass nach der Schülerzahlenprognose die Selbstständigkeit der Daruper Sebastianschule mittelfristig stets gesichert ist.

Gleichwohl ist die Finanzlage der Gemeinde mehr als angespannt. Und um die Finanzen ging es im zweiten Teil der Versammlung. Das vom Architekturbüro ermittelte neue, ab Juli geltende Bundesförderprogramm für effiziente Gebäude hilft, das von der Politik beschlossene Einsparvolumen von 360 000 Euro zu einem großen Teil schon zu generieren. Denn die Gemeinde kann mit einer Förderung von rund 255 000 Euro rechnen. Es verbleibt ein Einsparrest von rund 105 000 Euro, der – wie bereits gestern berichtet – durch weitere Fördermittel und/oder Einsparungen in den Kostengruppen 300 (Gebäudekosten), 400 (Gebäudetechnik) und 700 (Nebenkosten/Honorare) generiert werden soll.

Weitere Kosten zu erwarten

Deutlich wurde, dass die bisherigen Kostenangaben nur Schätzungen und auch noch nicht vollständig sind. So berichtete das Architekturbüro, dass für die Anbindung des Altgebäudes (inklusive Reparaturarbeiten) an den Neubau rund 140 000 bis 160 000 Euro zusätzlich einzuplanen sind. Für manche Kostengruppen liegen noch gar keine Zahlen vor, die aktuelle Bauteuerungsrate ist unberücksichtigt. Deshalb gab es in beiden Ausschüssen auch vereinzelte Stimmen, die größere Sparanstrengungen anmahnten.

Startseite