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Gastronomen erfreut über Lockerungen

Biergarten-Feeling ohne Kontrolle

Senden/Ottmarsboc...

Ein spontanes Alster im Biergarten – die Lockerungen der Corona-Schutzverordnung machen es möglich. Die Wirte in Senden freuen sich, dass für die Außengastronomie die Testpflicht entfallen und immer mehr Normalität auf dem Vormarsch ist.

Dietrich Harhues

Die "Journal"-Wirtinnen Sandra und Heike Blömer haben auf der erweiterten Außengastronomie viel zu tun. Foto: di

Heißer Appetit auf ein kühles Blondes: Die Gäste wissen es zu schätzen, dass sie wieder gepflegte Gastlichkeit nicht nur „to go“ genießen können. Seit Freitag schmeckt sogar das spontane Freiluft-Alster. Denn für die Außengastronomie ist kein Nachweis von Test, Impfung oder der Status des Covid-19-Genesenen mehr vonnöten. Mehr Komfort für die Gäste – und für die Gastronomen erübrigt sich zumindest für Draußen-Publikum die Kontroll-Prozedur. „Wir sind ultra happy“, bringen Heike und Sandra Blömer, Wirtinnen des „Journal“, die Stimmung angesichts von fortschreitender Lockerung des Corona-Regiments auf den Punkt.

Passend zum Wochenende mit guter Wetterprognose wurde die Bestuhlung erneuert und aufgestockt. Die Freifläche an Dümmer, Pfarrkirche und Altem Zollhaus „schreit“ ja förmlich danach, für ein geselliges „Prösterken“ genutzt zu werden.

Tolle Unterstützung durch Stammgäste

Umso mehr schmerzte die lange Durststrecke. Dass die Gastro-Geschwister angesichts der anhaltenden Pandemie nicht aufgegeben haben, verdanken sie ihren Stammgästen, die sofort wieder ins Lokal kamen, als es möglich war. Und die die Verbindung durchgängig aufrecht hielten. „Die haben uns immer so toll unterstützt.“ Ohne diesen Rückhalt, deutet Sandra Blömer an, wäre das „Journal“ womöglich vorschnell in die Sendener Kneipen-Historie eingegangen.

Das neue junge Wirtinnen-Team bei Kallwey in Ottmarsbocholt freut sich, seinen Biergarten nutzen zu können. Foto: privat

Mut beim Neustart wird belohnt

In der Ottmarsbocholter Gastro-Geschichte haben Julia Godehardt und Deborah Hantke erst Anfang April ein neues Kapitel aufgeschlagen. Sie wagten also mit der Übernahme der Gaststätte Kallwey den Sprung in die Selbstständigkeit, während das Virus noch mit voller Kraft wütete. „Corona hat versucht, uns den Anfang zu erschweren, wir haben uns aber nicht unterkriegen lassen und über den Außerhausverkauf versucht, das Beste aus der Situation zu machen“, schildern die Jung-Unternehmerinnen. Sie schmeißen den Laden nicht nur im optimal gelegenen Biergarten, dessen durchs Abstandsgebot beschränkte Anzahl von Plätzen schnell vergeben sei, sondern freuen sich, dass auch Stammtische (fünf Haushalte) und Kegelclubs zurückkehren können. Wobei hier weiterhin der Nachweis von Test, Impfung oder überwundener Erkrankung gilt. Die Schutzauflagen für die Innengastronomie werden erst gekippt, wenn nicht nur kreisweit, sondern in ganz NRW die Inzidenz unter 35 fällt.

Dass die Corona-Schutz-Schrauben erneut angezogen werden, können die Gastronomen nicht absolut ausschließen. Doch die Zuversicht dominiert: „Wir sind da durch“, erwartet Sandra Blömer.

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