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Ascheberger Schulleiter berichten im Bildungsausschuss

Testen und Hygiene sind Routine

Ascheberg

Die Freude an den Schulen ist groß, auch wenn sich der Alltag am Montag wieder einmal ändert. Alle Schüler kommen dann zum Präsenzunterricht. Wie die Schulen bisher durch den Pandemiealltag gekommen sind, berichteten die Leiter im Fachausschuss.

Theo Heitbaum

Die Hygiene- und Testpflichtvorschriften ändern sich nicht, allerdings kommen in der nächsten Woche wieder alle Mädchen und Jungen in die Schulen. Foto: Theo Heitbaum

Die Schulen in der Gemeinde freuen sich auf die Rückkehr aller Schüler in den Präsenzunterricht. Im Bildungs- und Kulturausschuss zogen die Leiter am Donnerstagabend eine Zwischenbilanz des Geschehens.

Für beide Grundschulen gilt, dass sie nach den Osterferien eine Woche auf Distanz unterrichtet haben und sich seither im Wechselunterricht befinden. Der Testpflicht kamen sie anfangs mit zwei Nasentests pro Woche nach. „Das war ein emotionales Thema. Wir haben über die Nasentests geflucht, waren aber gleichzeitig dankbar für die Tests, die uns mehr Sicherheit gegeben haben“, erklärte Charlotte Bücker von der Lambertusschule Ascheberg. Sabine Küter von der Marienschule Herbern berichtete von Fragen der Eltern: „Da mussten wir viel Aufklärungsarbeit leisten.“ Nachdem sich das Geschehen eingespielt hatte, sei mit den Lollitests wieder etwas Neues gekommen. Inzwischen ist bei dieser Methode eine große Routine eingekehrt. Sie gehört zum Schulalltag. Die Kinder leben mit ihnen. Einziges Problemfeld ist die Rückmeldung der Labore. Sie untersuchen die Lollitests einer Gruppe. Gibt es dort ein positives Ergebnis, muss jedes Gruppenmitglied einzeln getestet werden. In die Schule dürfen Kinder dann nur mit einem Negativtest. Diese Kette muss von den Schulleiterinnen ausgelöst werden. Sie erfahren aber spät, wie es ausgefallen ist. „Meistens am Abend“, berichtete Küter. Bücker erhält die entsprechende Mail sogar meistens erst am nächsten Vormittag. Bisher waren an beiden Schulen alle Pools negativ. Vorher hatte es in der Marienschule einen positiven Test gegeben, in der Profilschule war das vor den Ferien auch der Fall. Seither sind dort alle Proben negativ ausgefallen. „Wir testen montags und mittwochs auf dem Schulhof. In die Klassen geht es erst nach dem Test. Die Kinder und Jugendlichen finden es gut, vorher draußen quatschen zu können“, berichtete Leiter Jens Dunkel.

Freude auf die Rückkehrer

Die drei Schulen stehen mit der Rückkehr aller Schüler vor neuen Herausforderungen. Küter geht es mit einer eher freudigen Erwartungshaltung an: „Wir hoffen nach aufregenden Zeiten auf vier halbwegs normale Wochen. Wir dürfen wieder andere Orte aufsuchen und können das soziale Leben mit den Kindern anders gestalten.“ Bücker verwies darauf, dass die Hygienemaßnahmen erhalten bleiben. Besonders für die vierten Klassen sei die Rückkehr in die Schule erfreulich.

Profilschule profitiert von iPads

„Die 1:1-Ausstattung mit iPads hat uns sehr geholfen. Der Distanzunterricht war ohne Probleme möglich. Die doppelten Gruppen beim Wechselunterricht waren anstrengend. Aber das Halten der Kontakte hat uns unfassbar weitergeholfen“, bilanzierte Dunkel für die Profilschule. In der Pandemie habe man Dinge gelernt, die im normalen Schulalltag nutzbar seien. Wenn etwa ein Kind mit gebrochenem Fuß nicht zur Schule kommen könne, sei es digital problemlos im Unterricht einzubinden.

Alle Schulen machen sich Gedanken dazu, wie schulische und soziale Lücken, die von Kind zu Kind ganz unterschiedlich sind, geschlossen werden können. Die Profilschule arbeitet schon mit der Mercator-Stiftung zusammen. Im Segel-Unterricht helfen bereits Studenten mit. Sie zu bekommen sei aber nicht einfach. Neben bestehenden Programmen und dem gezielten Einsatz der Schulsozialarbeiter, prüfe die Profilschule auch, ob es Zusatzangebote geben könne: „Wir sind mit der Jugendhilfe Werne im Gespräch, Deutsch als Zweitsprache in den Ferien anzubieten“, informierte Dunkel. Die Hürde beschrieb Monika Franzmann von der Jugendhilfe: „Es müssten mindestens acht Kinder für einen Kurs sein.“

„Extrazeit“ ist schwer einzubinden

Noch schwieriger sieht es zurzeit beim Programm „Extrazeit“ für die Grundschulen aus. Das Nachhilfeangebot darf nicht bei der Offenen Ganztagsschule eingebunden werden. „Wir müssen sechs Stunden am Stück oder zwei Mal drei Stunden anbieten“, informierte Franzmann. Das sei außerhalb von Schul- und OGS-Zeiten schwer möglich: „Die Begeisterung für eine Extrazeit am Samstag wird sich in Grenzen halten. Wir warten auf andere Programme“, erklärte Franzmann.

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