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Durchfahrtsverbot am Vennkamp

Mehrheit würgt Grünen-Antrag ab

Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg plant zwischen B 58 und Vennkamp ein neues Gewerbegebiet. Es soll von der B 58 aus erschlossen werden. Die Grünen forderten, die Zufahrt von der Davensberger Straße schon jetzt zu verbieten.

Theo Heitbaum

Während der Krötenwanderung ist der Vennkamp schon gesperrt. Die Grünen möchten verhindern, dass er als Zufahrt zum geplanten Gewerbegebiet genutzt wird. Foto: Theo Heitbaum

Die Gemeinde Ascheberg plant zwischen B 58 und Vennkamp ein neues Gewerbegebiet. Es soll von der B 58 aus erschlossen werden. „Wir haben Glück, dass uns dieses Anliegen genehmigt wird. Straßen.NRW lässt so etwas an Bundesstraßen ungern zu“, erklärte Fachbereichsleiter Klaus van Roje im Fachausschuss.

Auf der Tagesordnung stand die Erschließung durch einen Antrag der Grünen. „Der Bereich an den Teichen und dem Regenrückhaltebecken ist außergewöhnlich. Er hat einen hohen Wert für die Naherholung sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Die Durchfahrt zum Gewerbegebiet von der Davensberger Straße muss verboten werden“, erläuterte Heinz Wesselmann den Hintergrund für seine Partei.

Van Roje gab ihm grundsätzlich Recht, wandt aber ein: E“s gibt keinen Anlass, den Antrag zu stellen. Keiner kommt auf die Idee da durchzufahren.“

Philipp Brumann begrüßte den Antrag für dei FDP und ging noch einen Schritt weiter: „Wieso sperren wir die Straße nicht dauerhaft? Die Angler haben einen anderen Zutritt.“ Da einige Anlieger, Landwirte und der Bauhof die Strecke nutzten, riet van Roje davon ab, stellte aber in Aussicht: „Wir können drüber nachdenken, wenn die ersten Ansiedlungen kommen.“

Volker Brümmer (SPD) stufte das Gebiet als schützenswerten Bereich ein: „Die Gemeinde wird das später berücksichtigen.“ Für die CDU lehnte Thomas Franzke den Vorstoß an: „Ich bin ein Freund von ressourcenschonender Ausschussarbeit.Der Antrag ist überflüssig. Wir haben das Glück, dass von der B 58 eine Erschließung möglich ist. Wir wollen keine überflüssigen Beschlüsse.“

Heinz Wesselmann sprach abschließend von einem „auf jeden Fall schützenswerten Bereich“, zog den Antrag auf Drängen anderer Parteien aber zurück.

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