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Berufungsverfahren gegen Ascheberger

Mann verzichtet auf Zeugenvernehmung

Ascheberg/Münster

Weil er weitere Provokationen befürchtete, verzichtete ein 53-jähriger Ascheberger beim Berufungsverfahren wegen Körperverletzung auf die Vernehmung seiner ehemaligen Freundin. Damit gab er sein ursprüngliches Ziel auf.

Eva-Maria Landmesser

Vor dem Landgericht zog ein Ascheberger seine Berufung zurück. Foto: dpa

Aus Sorge, „Öl ins Feuer zu gießen“, welches die Beziehung zu seiner damaligen Lebensgefährtin und deren Tochter derzeit bestimmt, verzichtete ein 53 Jahre alter Mann aus Ascheberg auf die Durchführung einer erneuten Beweisaufnahme im Rahmen seines Berufungsverfahrens. Das Amtsgericht Ahlen hatte ihn in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 50 Euro wegen einer Körperverletzung zulasten seiner damaligen Freundin verurteilt.

Im Dezember 2019 soll es in dem Haushalt in Drensteinfurt, in dem er zu der Zeit mit seiner Lebensgefährtin und deren Tochter lebte, zu einer verbalen und dann tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Die Frau hatte vor dem Amtsgericht ausgesagt, sie sei von dem Angeklagten vorsätzlich geschubst worden und habe sich beim Sturz das Handgelenk verletzt. Im Berufungstermin sagte der Ascheberger, er könne sich nicht erklären, warum seine damalige Lebensgefährtin gestürzt sei. Sollte er sie zu Fall gebracht haben, dann sei dies fahrlässig passiert.

53-Jähriger gibt ursprüngliches Berufungsziel auf

Da er damit jedoch implizit vortrug, dass die Aussage der Geschädigten nicht richtig war, hätte diese zum Zwecke einer erneuten Anhörung im Berufungsverfahren geladen und gehört werden müssen. Aufgrund der angespannten Situation und des Umstands, dass er noch immer von seiner damaligen Lebensgefährtin, deren Tochter und deren Freundinnen arg provoziert werde, verzichtete der 53-Jährige auf die erneute Zeugenvernehmung. Damit gab er zugleich sein ursprüngliches Berufungsziel auf.

Stattdessen beantragte der Mann aufgrund geänderter wirtschaftlicher Verhältnisse eine Änderung der Tagessatzhöhe. Dem kam die Kammer nach und verurteilte den Ascheberger schließlich zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 25 Euro.

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