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Fast keine Nachfrage nach freiwilliger Wiederholung der Jahrgangsstufe an der Sekundarschule

Schöppinger Schulleiter ist selbst überrascht

Schöppingen

Damit hat Schulleiter Hubertus Drude nicht gerechnet. Nur eine konkrete Nachfrage vonseiten der Eltern hat eine Abfrage bezüglich einer möglichen freiwilligen Wiederholung der Jahrgangsstufe ergeben. Dazu kommt ein Schüler, bei dem die Sekundarschule Horstmar-Schöppingen diese Möglichkeit für sinnvoll erachtet.

Rupert Joemann

Die Mädchen und Jungen von vier Jahrgangsstufen gehen seit Montag in der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen wieder in den vollständigen Präsenzunterricht. Foto: Marijan Murat/dpa

„Wir haben sonst mehr Fälle. Das hat uns überrascht“, sagt Hubertus Drude. Doch wie viele Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres die nötigen Leistungen wirklich erreichen, kann Drude zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Zahl der freiwilligen Wiederholer kann also noch steigen. Schüler können wegen der Corona-bedingten Einschränkungen eine Klasse freiwillig wiederholen, ohne dass das auf die maximal zugelassene Verweildauer an der Schule angerechnet wird.

Hubertus Drude weiß aber, dass sich der häufige Distanzunterricht in einigen Bereichen negativ ausgewirkt hat. Die Lerninhalte seien über den Distanzunterricht nicht so zu vermitteln wie im Präsenzunterricht, so der Schulleiter.

Und noch ein wichtiger Bereich ist betroffen. „Es gibt einen riesen Nachholbedarf bei den sozialen Kompetenzen“, sagt Hubertus Drude. Schließlich haben die Mädchen und Jungen seit vielen Monaten kaum die Möglichkeit, altersgerecht miteinander und den Lehrern umzugehen.

Seit Montag gehen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 10 wieder komplett zur Schule. Hubertus Drude hofft, dass noch vor den Sommerferien alle Schüler zum vollständigen Präsenzunterricht kommen können. Neben den Abschlussklassen der Jahrgangsstufe 10 war es Drude wichtig, vor allem den jüngeren Schüler schnell wieder den Präsenzunterricht zu ermöglichen. „Die Fünftklässler haben ja noch nicht einmal richtig ihre Klasse kennengelernt“, sagt der Schulleiter.

Dass die Jahrgangsstufe 8 wieder ganz zum Präsenzunterricht darf, hat ganz pragmatische Gründe. Sie hat weniger Schüler als die Jahrgangsstufen 7 und 9. Dadurch sind die Hygienepläne leichter einzuhalten.

„Die Schülerinnen und Schüler sind wirklich froh, wieder in der Schule zu sein. Sie genießen es, auch mal wieder flachsen zu können.“

Die Eltern hätten die Regelung drei Tage Schule, zwei Tage Distanzunterricht positiv aufgenommen. Es habe nur eine Rückmeldung gegeben, die einen wochenweise Wechsel favorisiert hätte, so Hubertus Drude.

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