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Auch Thomas Schultewolter verlässt das Dinkelbündnis

Da waren‘s nur noch acht ...

Heek/Nienborg

Es rumort weiter kräftig beim Dinkelbündnis (DB). Nachdem jüngst bereits die Ratsmitglieder Tobias Neumann und Rolf Baltus die Wählergruppe verlassen haben, folgt ihnen jetzt mit Thomas Schultewolter ein weiteres Ratsmitglied.

Till Goerke

Das Dinkelbündnis muss das Bild auf der Facebook-Startseite schon wieder bearbeiten: Mit Thomas Schultewolter (3.v.r.) hat das dritte Ratsmitglied die Fraktion verlassen. Foto: Screenshot

Genau wie Tobias Neumann hatte auch Schultewolter bereits seit Anfang Mai die Arbeit im Vorstand der Wählergruppe ruhen gelassen. ​„Ich habe mit über Pfingsten viele Gedanken gemacht“, sagt Thomas Schultewolter. „Am Ende bin ich zu dem Entschlussgekommen, dass ich jetzt einen Schlussstrich ziehen muss, auch wenn es weh tut.“ Immerhin war Thomas Schultewolter von Beginn an mit von der Partie beim Dinkelbündnis.

Nach wie vor sei die politische Ausrichtung der Wählergruppe eine, mit der er sich in weiten Teilen identifizieren könne, betont Schultewolter. Doch wie schon Tobias Neumann und Rolf Baltus bemängelt auch er Defizite auf der zwischenmenschlichen Ebene. „Mit dem eingeschlagenen Weg der Offiziellen beim Dinkelbündnis bin ich nicht mehr einverstanden“, spielt er auf den Fraktionsvorsitzenden Bernhard Holtkamp und den DB-Vorsitzender Prof. Dr. Berthold Wigger an.

„Keinen Schritt weiter“

​Dabei gehe es vor allem darum, wie die künftige politische Arbeit und die Kommunikation des Dinkelbündnisses aussehen soll. „Für mich war jedenfalls jetzt klar: Bis hierhin und keinen Schritt weiter“, stellt Thomas Schultewolter klar, ohne auf Details eingehen zu wollen. Sein Ratsmandat möchte er aber ebenso wie Neumann und Baltus als fraktionsloses Mitglied behalten.

Dass ist normalerweise kein Problem – und doch ist jetzt die Kommunalaufsicht eingeschaltet, wie Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff sagt. Denn: Die Ausschüsse müssen in der Stärke der Fraktions-Besetzung ein Spiegelbild des Rats sein. Das könnte mit der Austrittswelle beim Dinkelbündnis allerdings jetzt schon gekippt sein. ​„Es befindet sich derzeit alles in der Prüfung. Die Situation ist auch für uns neu. Eine solche Entwicklung konnten wir ja nicht absehen“, macht der Bürgermeisterdeutlich. Man müsse jetzt die Prüfung abwarten und dann schauen, wie man reagiere. So könnte es sogar so weit kommen, dass die Ausschüsse neu zusammengestellt werden müssen.

Vielleicht noch nicht das Ende?

Und wer weiß, ob das schon das Ende ist: „Wir wissen ja nicht, ob da noch mehr kommt“, sagt der Bürgermeister. Sprich, ob in den kommenden Wochen noch weitere DB-Ratsmitglieder aus der Wählergruppe austreten. Spätestens dann dürfte das Thema Ausschussbesetzung erneut auf die Tagesordnung kommen.

Und ob dann Tobias Neumann und Thomas Schultewolter ihre Plätze im Bauausschuss behalten dürfen, ist noch unklar. „Ich weiß es auch noch nicht. Ich möchte aber in jedem Fall politisch aktiv bleiben“, so Schultewolter. Dinkelbündnis-Fraktionschef Bernhard Holtkamp ließ übrigens erneut eine Anfrage mit Bitte um Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen unbeantwortet.

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