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Gesprächsangebot der Investoren an die Politik

„Möchte Gronau touristisch was bewegen?“

Gronau

Bei den Investoren für die geplante Driland-Gastronomie macht sich Frust breit. Sie haben geliefert – doch steht die Entscheidung pro oder contra des Projekts auf der Kippe.

Guido Kratzke

Der Drilandsee Foto: Sigrid Winkler-Borck

„Die Frage sollte lauten: Möchte Gronau touristisch was beleben?“ Diese warf Guido Hoff als Planer und Sprecher der Investorengruppe am Tag nach der Hauptausschusssitzung im Gespräch mit den WN auf. Und es klang etwas Resignation in seiner Stimme mit. Am Donnerstagnachmittag wollte sich die Gruppe erneut zusammensetzen, um zu schauen, wie sie in die kommende Woche der Entscheidung hineingehen will. „Wir haben den Katalog der Aufgaben aus der Ausschreibung abgearbeitet“, verweist er darauf, dass außer einer grundsätzlichen Ablehnungshaltung keine Argumente vorgebracht worden seien, über die diskutiert werden könnte. „Wir würden darüber gerne mit den Fraktionen reden“, erinnert er an Gesprächsangebote, die nach wie vor gültig seien.

Politische Verhältnisse verschoben

Dass die Diskussion in den Ausschüssen relativ knapp ausgefallen sei, führt Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick auf den ausführlichen Austausch von Argumenten innerhalb der Politik in der Zeit zurück, als die Ausschreibung politisch vorbereitet worden sei. Allerdings haben sich nach der Kommunalwahl die politischen Mehrheiten verschoben. Aus der knappen Mehrheit für die Ausschreibung der neuen Gastronomie könnte jetzt eine knappe Ablehnung werden. Stimmen die Fraktionen geschlossen ab, so gelten CDU, UWG und FDP als Befürworter. Eine ablehnende Haltung haben SPD, WEG, Grüne und GAL/Linke bezogen. Im Rat gibt es leicht andere Mehrheiten als im Hauptausschuss – die aber entscheidend sein können. Denkbar ist, dass die Fraktionen es ihren Mitgliedern freistellen uneinheitlich abzustimmen. Auch könnten – in beiden Richtungen – Brücken gebaut werden, wenn es zu einer geheimen Abstimmung kommen würde.

Unklar ist, ob alle Ratsmitglieder an der Abstimmung teilnehmen können. Fest steht, dass André Mönsters von der WEG sich als Vorsitzender von Vorwärts Gronau, dessen Wassersportabteilung im Verfahren einen Antrag gestellt hat, für befangen erklären wird. Er wünscht sich im Gespräch mit den WN, dass auch andere mit ihrem Mandat genauso verantwortungsvoll umgehen werden.

Zünglein an der Waage könnte AfD-Ratsherr Andre Pawlowski werden. Er hatte sich bislang in den Gremiensitzungen in der Frage noch nicht festgelegt. Gegenüber unserer Zeitung erklärte er, gegen den Verkauf des Grundstückes für eine neue Gastronomie zu sein. Als Argumente führte er den Schutz des Naherholungsgebietes sowie der vorhandenen Gastronomie an, die Bestandsschutz genießen solle.

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