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Antrag der WEG

Ein Forscherhaus für Gronau

Gronau

In einem Forscherhaus werden Kinder und Jugendliche an die Themenbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik herangeführt. In Stadtlohn gibt es so eine Institution schon. Doch das ist aus Gronauer Perspektive zu weit weg, findet die Wählergemeinschaft Epe Gronau.

Frank Zimmermann

Kinder aus dem DRK-Familienzentrum Zum Regenbogenland haben das Forscherhaus in Stadtlohn bereits besucht und waren hellauf begeistert. Foto: Birgit Hüsing-Hackfort

Stadtlohn hat schon eins – ein Forscherhaus. Bekommt Gronau als zweite Kommune im Kreis Borken auch eine solche Institution? Wenn es nach der Wählergemeinschaft Epe Gronau (WEG) geht, schon. Einen entsprechenden Antrag hat die WEG im jüngsten Jugendhilfeausschuss (JHA) gestellt, dann aber gleich wieder um Vertagung gebeten.

Potenzielle Sponsoren angesprochen

Hintergrund waren aber nicht etwa Zweifel an dem Projekt, sondern die Dynamik der Vorbereitung, wie Birgit Hüsing-Hackfort, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der WEG erklärte. Dabei wurde deutlich, dass der WEG-Antrag wesentlich aus ihrer Feder stammt. Sie habe das Forscherhaus im Rahmen ihrer Arbeit kennengelernt (sie leitet die DRK-Kita Zum Regenbogenland) und sei total begeistert. „Die Idee des Forscherhauses ist es, gemeinsame Forschungssituationen für Kinder sowie Pädagoginnen und Pädagogen in einer anregenden Umgebung zu gestalten und neue Lernerfahrungen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu schaffen. Die Kinder sollen bereits frühzeitig technische und handwerkliche Grundlagen kennenlernen und spielerisch für die sogenannten MINT-Themen begeistert werden. Im Konzept ist verankert, lokale Unternehmen als Umsetzungspartner zu gewinnen (...)“, heißt es im Antrag der WEG.

Und genau da setzte Hüsing-Hackfort an: Sie habe bereits sechs potenzielle Sponsoren angesprochen und erste positive Rückmeldungen bekommen. Deshalb wolle sie gerne diese potenziellen Geldgeber und Veronika Droste von der WTG Borken, die für das Forscherhaus in Stadtlohn zuständig ist, zu einer der nächsten JHA-Sitzungen einladen.

Auch Realschule ist interessiert

Andrea Preuß, Leiterin der Fridtjof-Nansen-Realschule, lobte die Idee und bat darum, bei einem solchen Forscherhaus aus die unteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen als potenzielle Besucher mit einzubeziehen. Burkhard John (CDU) äußerte zunächst Bedenken, ein solches Haus in Gronau können dem in Stadtlohn Konkurrenz machen. Birgit Hüsing-Hackfort versicherte aber, dass Veronika Droste bestätigen werde, dass dies nicht der Fall sei.

Nun soll das Thema noch in diesem Jahr auf die Tagesordnung einer JHA-Sitzung kommen – eventuell sogar mit einem Ortstermin, wenn die Pandemie-Situation dies dann zulassen sollte.

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