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Bürgern Leistungen und Formulare online zugänglich machen

Digitalisierung der Verwaltung ist auf den Weg gebracht

Schöppingen

Die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung wird Geld und Personaleinsatz kosten. Das machte Marcus Egelkamp, Geschäftsführer der Kommunalen-ADV Anwendergemeinschaft West (KAAW), während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich.

rmj

Egelkamp stellte den Ratsmitgliedern eine Berechnung vor, wonach eine einmalige Investition von rund 56 000 Euro auf die Gemeinde zukommt. Hinzu fallen jährliche Folgekosten von etwa 59 000 Euro an, zum Beispiel für Software-Lizenzen, sowie Personalkosten für etwa eine halbe bis dreiviertel Stelle. „Da muss sich einer mit beschäftigen“, machte Egelkamp deutlich, dass das in der Verwaltung nicht einfach nebenbei mitgemacht werden könnte.

Grundsätzlich, so Egelkamp, seien die großen technologischen Bausteine in der Schöppinger Verwaltung schon vorhanden. Das sei in einigen anderen Kommunen noch nicht der Fall, so der KAAW-Geschäftsführer.

Insgesamt könnten theoretisch 6000 Einzelprozesse digitalisiert werden. Die Gemeinde müsse nun schauen, was sinnvoll und wirtschaftlich sei, so Marcus Egelkamp.

Ein Ziel der Digitalisierungsmaßnahme ist es, die traditionellen Aktenordner aus Papier überflüssig zu machen. Zudem soll den Bürgerinnen und Bürgern der Zugang zu bestimmten Leistungen und Formularen erleichtert werden. Auch das Bezahlen soll über mehrere Methoden vereinfacht werden.

Die Internetseite wird demnächst überarbeitet, Formulare werden barrierefrei nutzbar sein. So können Sehbehinderte und Menschen mit Problemen beim Lesen die Inhalte besser verstehen.

Wann und in welchem Umfang die Digitalisierung die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter entlastet, das konnte Marcus Egelkamp allerdings noch nicht abschätzen.

Aufgrund des E-Government- und des Online-Zugang-Gesetzes muss die Gemeinde bis Ende 2022 ihre nun beschlossene Digitalstrategie umsetzen. „Es gibt noch viel zu tun“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Franzbach.

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