Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen

Mitbestimmung stärken

Schöppingen/Heek/...

Im November stehen in den katholischen Pfarreien Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen an. Einige Kirchenvorstände und Pfarreiräte haben sich bereits für die Durchführung der Wahl als Allgemeine Briefwahl entschieden. Mit dieser soll die Wahlbeteiligung gesteigert und damit die Legitimation der kirchlichen Gremien gestärkt werden. Jetzt geht es aber auch um die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten.

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Im NRW-Teil des Bistums Münster finden am 6./7. November Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen statt. Foto: Bistum Münster

Die positive Resonanz in der Vergangenheit ist Ansporn: Bei den Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen am 6. und 7. November setzt das Bistum Münster wieder auf die Allgemeine Briefwahl.

Allgemeine Briefwahl bedeutet, dass jedem wahlberechtigten Mitglied der Pfarrei die Wahlunterlagen automatisch zugestellt werden. Knapp 1,4 Millionen Wahlberechtigte sind in den 167 Pfarreien des nordrhein-westfälischen Bistumsteils aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Einige Kirchenvorstände und Pfarreiräte haben sich bereits für die Durchführung der Wahl als Allgemeine Briefwahl entschieden. Mit dieser soll die Wahlbeteiligung gesteigert und damit die Legitimation der kirchlichen Gremien gestärkt werden. Die Stimmabgabe können die Wählerinnen und Wähler später kostenfrei per Post senden oder persönlich in der Pfarrei abgeben.

Bei den Pfarreiratswahlen 2017, als erstmals die Möglichkeit der Allgemeinen Briefwahl bestand, haben sich die damit verbundenen Erwartungen ebenso erfüllt wie bei den Kirchenvorstandswahlen ein Jahr später: Die Wahlbeteiligung war deutlich höher als bei den früheren Urnenwahlen.

Beschließt ein Kirchenvorstand oder Pfarreirat die Durchführung einer Allgemeinen Briefwahl, übernimmt das Bistum die Herstellung der Unterlagen und finanziert sie auch. Ebenso trägt das Bistum die Kosten für die Rücksendung des Wahlbriefes an die jeweilige Kirchengemeinde. Letztere ist lediglich dafür verantwortlich, dass die Unterlagen bei den Wahlberechtigten rechtzeitig ankommen.

Die beiden im NRW-Teil des Bistums zu wählenden Gremien gestalten das Leben der Pfarreien vor Ort mit – mit ganz unterschiedlichen Aufgaben: Kirchenvorstände verwalten das Vermögen der Kirchengemeinden und entscheiden in Personalangelegenheiten. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchengemeinde, die am Wahltag 18 Jahre alt sind und seit mindestens einem Jahr in der Kirchengemeinde wohnen. Wählbar in dieses Gremium sind Wahlberechtigte, die am Wahltag 21 Jahre alt sind.

Der Pfarreirat hat die Aufgabe, mit dem Seelsorgeteam das pastorale Wirken in der Pfarrei zu gestalten. Wahlberechtigt für die Pfarreiratswahlen sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag 14 Jahre alt sind. Kandidaten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

Die Wahlausschüsse der Gemeinden schauen sich in den kommenden Wochen nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die beiden Mitbestimmungsgremien um, um diese auf die Wahlvorschlagsliste zu setzen. Interessierte, Mitglieder, die nicht durch den Wahlausschuss benannt werden, können sich auch mit Unterstützung von Wahlberechtigten selbst auf die Liste setzen lassen. Ein Kontakt ist über die Pfarrbüros möglich.

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