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IHK-Auswertung statistischer Daten

Industrieumsatz im Münsterland schrumpfte 2020 im Vergleich weniger

Münster

In der Pandemie hat auch die Industrie gelitten. Die Erlöse sind geschrumpft. Doch im Münsterland weitaus weniger als in anderen Regionen der Republik.

Jürgen Stilling

Die Industrie steht im Münsterland gut da. Foto: dpa

Im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region, also im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster, hat die Corona-Pandemie die Wirtschaft insgesamt weniger stark getroffen als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens. Der Gesamtumsatz der Industriebetriebe in der Region sei im vergangenen Jahr zwar um 6,9 Prozent auf auf 41,8 Milliarden € gesunken, berichtete die IHK am Montag nach der Auswertung statistischer Daten. Die Differenz zwischen Münsterland (minus 5,6 Prozent) und Emscher-Lippe-Region (minus 10,3 Prozent) war aber groß. NRW-weit habe das Minus bei 8,6 Prozent gelegen, bundesweit bei 8,5 Prozent, hieß es.

Außerdem bessere sich die Auftragslage im verarbeitenden Gewerbe derzeit stark, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. „Dieses Bild stimmt sehr optimistisch.“ Die Industrie entwickele sich mehr und mehr zum Konjunkturmotor, von dem gerade in einer starken Industrieregion wie Nord-Westfalen in den nächsten Monaten alle anderen Wirtschaftsbereiche profitieren würden, fügte Jaeckel hinzu. „Erfolgsgeheimnis der regionalen Wirtschaft insgesamt ist die beachtliche Branchenvielfalt und die Vielzahl mittelständischer Familienunternehmen, unter denen etliche Weltmarktführer in speziellen Nischenmärkten sind“, erklärte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Als „Stabilisator in der Krise“, so Jaeckel, habe sich die Nahrungsmittelindustrie erwiesen. Sie kam im vergangenen Jahr mit einer vergleichsweise kleinen Delle von lediglich minus 1,4 Prozent davon.

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