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Himmelsphänomen

Die partielle Sonnenfinsternis wird auch im Münsterland zu sehen sein

Münsterland

Spektakel am Mittagshimmel: Am Donnerstag (10. Juni) gibt es eine ringförmige Sonnenfinsternis auf der Nordhalbkugel. Auch im Münsterland lohnt sich der Blick in den Himmel.

Die Illustration veranschaulicht, wie eine ringförmige Sonnenfinsternis entsteht. Foto: Grafik: Patrick Pues

Erstmals seit sechs Jahren ist über Deutschland wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Bei dem rund zwei Stunden dauernden Himmelsphänomen wird sich der Neumond am 10. Juni im Norden zu rund 20 Prozent und im Süden zu rund sechs Prozent vor den Stern im Mittelpunkt unseres Sonnensystems schieben, wie die Vereinigung der Sternfreunde auf ihrer Homepage mitteilen.

Dieses Maximum werde in Deutschland je nach Standort von West nach Ost zwischen 12.20 und 12.40 Uhr zu beobachten sein. Rund eine Stunde zuvor beginne der Mond sich in selber Richtung aus Sicht der Erde vor die Sonne zu schieben. Eine Stunde nach dem Maximum ist das Spektakel vorbei.

Die Sternfreunde warnen davor, die partielle Finsternis ohne spezielle Sonnenfinsternisbrille zu beobachten.  Für eine totale Sonnenfinsternis sei der Mond allerdings am 10. Juni zu weit von der Erde entfernt, es bleibe ein schmaler Lichtring um den Mond zu sehen. Sonnenfinsternisse sind selten, weil mehrere Faktoren zusammenkommen müssen. Ein solches Ereignis kann nach Angaben der Sternfreunde nur bei Neumond eintreten und wenn der Trabant genau zwischen Erde und Sonne steht.

Durch die Neigung der Mondbahn ziehe dieser aber meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Maximal zwei bis vier Sonnenfinsternisse gebe es jährlich irgendwo auf der Erde. Die nächste auch in Deutschland zu sehende wird es am 25. Oktober 2022 geben. Die Sternfreunde wollen Fotos der Sonnenfinsternis am 10. Juni über soziale Medien verteilen. Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien will das Ereignis live streamen.

Weiter im Norden wird das Ereignis spektakulärer: Im nördlichen Asien, der Arktis und auf Grönland gebe es eine Zone zentraler Verfinsterung, hieß es weiter. Dort schiebe sich der Trabant zentral vor die Sonne.

Im Münsterland kann man eine partielle Bedeckung der Sonne durch den Mond beobachten. Wann genau und was sich dabei abspielt, erklärt Prof. Dr. Thomas Jüstel vom Fachbereich Chemieingenieurwesen der FH Münster im Interview.

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