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Hausdülmener beobachtet Raubtier

Wölfe auf dem Truppengelände

Dülmen. Nach den Meldungen über Wolfssichtungen im Bereich des Truppenübungsplatzes Borkenberge meldet sich jetzt der Urheber des Fotos, das einen Wolf im Unterholz zeigt, bei der Dülmener Zeitung.

Markus Michalak

Es gibt mehr Beweise als dieses Bild, dass ein Wolf auf dem Truppenübungsplatz heimisch geworden sein könnte. Foto: Sven Bieckhofe

„Das Bild ist ganz in der Nähe des Truppenübungsplatzes Lavesum entstanden“, stellt der 30-jährige Hausdülmener Sven Bieckhofe klar.

Für ihn steht nahezu fest: Was er Anfang April dort auf der Merfelder Straße fotografiert hat, ist ein Wolf. „Ich denke, dass der Wolf schon länger hier lebt, denn wir haben Kotproben und Fellreste gefunden, die eindeutig auf einen Wolf schließen lassen“, versichert Bieckhofe. So ein halbes Jahr etwa, könnte der Wolf schon hier herumstreunen. Denn sol lange findet der Naturfotograf schon Spuren des Wolfes.

Das Institut für Wolfsforschung, Lupus, an das Bieckhofe seine Informationen geschickt hat, geht nach ersten Begutachtungen ebenfalls davon aus, dass zwischen Merfeld und Lavesum ein ausgewachsener Wolf heimisch geworden ist.

„Ich glaube allerdings kaum, dass das ein Einzelgänger ist, der sein Rudel verlassen hat“, erklärt Bieckhofe. Es sei schon auffällig, dass Wölfe immer auf Truppenübungsplätzen entdeckt würden. „200 Kilometer hat sie auf ihrem Weg dorthin niemand beobachtet, und plötzlich sind sie da.“ Bieckhofe glaubt, dass der Wolf eher auf Rädern als auf Pfoten gekommen sei. „Es gibt Tierfreunde, die wollen den Wolf wieder bundesweit heimisch machen, und setzen ihn aus.“ Deshalb sei es sehr wahrscheinlich, dass in Lavesum nicht nur ein Wolf, sondern ein Pärchen lebe.

Die ganze Geschichte bringt die Dülmener Zeitung am Freitag in Print und E-Paper.

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