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Dieb muss sich vor Gericht verantworten

Wischroboter wurde zum Verhängnis

Dülmen

Zum wiederholten Mal wurde ein 35-Jähriger im vergangenen Jahr straffällig: Er versuchte, einen Wischroboter zu stehlen. Jetzt wurde er deshalb verurteilt.

Von Christian Besse

Einen Wischroboter stahl ein 35-Jähriger im Januar des letzten Jahres in einem Discounter. Damit kam er allerdings nicht weit.  Foto: dpa

Mit zweimonatiger Verspätung fand am Mittwoch die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht gegen einen in Dülmen wohnhaften, polnischen Staatsangehörigen statt. Der heute 35-Jährige hatte im Januar vergangenen Jahres einen Wischroboter aus der Auslage eines Discounters an der Münsterstraße gestohlen.

Doch der Mann blieb dem Prozesstermin im Juni dieses Jahres fern, sodass Richter Dr. Marc Büning einen Haftbefehl erteilte und ihn zur Fahndung ausschrieb. Vor drei Wochen nun wurde der 35-Jährige von der Polizei in der Tiberstadt aufgegriffen, von dort in die JVA Coesfeld überführt.

Vor Gericht kein Unbekannter

In Handschellen und in Begleitung von zwei Justizbeamten betrat er am Mittwochmittag den Sitzungssaal II im zweiten Stock des Dülmener Gerichts. Für Büning war der Mann kein Unbekannter: Im Februar 2019 hatte der Richter den Polen zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, unter anderem weil er - ebenfalls in Dülmen - einen bewaffneten Einbruchsdiebstahl versucht hatte.

Die Bewährung für die Tat war noch nicht abgelaufen, als er knapp ein Jahr später mit dem Wischroboter aus der Discounterfiliale stürmte - „aus Ihrer Sicht ärgerlicherweise direkt in die Arme der Polizei“, wie Richter Büning am Mittwoch etwas süffisant in Richtung des Angeklagten anmerkte. Er sei damals noch Gelegenheitsarbeiter und in Geldnot gewesen, so der Pole selbst. Den Staubsauger habe er verkaufen wollen.

Welche Strafe derAngeklagte für seine neuste Tat bekam, lesen Sie in der Freitagsausgabe der DZ.

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