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Stadt stellt Szenarien zur Klimaneutralität vor

"Wir müssen komplett umdenken"

Dülmen.

Der  Verkehrsbereich macht fast 40 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in der Stadt Dülmen aus und hat damit den größten Anteil an den Emissionen, sagt Klimaschutzmanagerin Carolin Dietrich und erläutert im Interview, welche Einsparmöglichkeiten es gibt.

Von Dülmener Zeitung

Klimaschutzmanagerin Carolin Dietrich beschreibt, welche Veränderungen im Bereich Mobilität notwendig sind, um das Klimaschutzziel zu erreichen. Foto: Stadt Dülmen

Klimaneutralität bis spätestens zum Jahr 2035: Die Stadt  Dülmen hat  Szenarien für einzelne Bereiche entwickelt: für die Mobilität, die Gebäude und den Ausbau erneuerbarer Energien.  Klimaschutzmanagerin Carolin Dietrich erläutert  das Szenario Mobilität.

Frau Dietrich, was hat es mit diesen Szenarien auf sich? Carolin Dietrich: Um klimaneutral bis 2035 zu werden, müssen wir unsere  Treibhausgasemissionen von zehn Tonnen pro Person auf unter eine Tonne reduzieren. Das bedeutet, dass wir in allen Lebensbereichen komplett umdenken müssen.

Welche Lebensbereiche bieten besonders großes Einsparpotenzial?
Dietrich: Schauen wir uns  den Sektor Mobilität für Dülmen an: Stadtweit werden rund 160.000 Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Insgesamt macht der Verkehrsbereich damit fast 40 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in der Stadt Dülmen aus und hat damit den größten Anteil an den Emissionen.

Auf das Auto verzichten können viele Menschen aber nicht. Gerade im ländlichen Raum. Was schlagen Sie vor?
Dietrich: Durch die verstärkte Nutzung von Fahrrad und ÖPNV und durch Vermeidung von nicht notwendigen Fahrten, etwa wenn über Homeoffice der Weg zur Arbeit wegfällt, könnten rund zehn Prozent eingespart werden. Dies alleine reicht allerdings  nicht aus. Zusätzlich müssen die verbleibenden Pkw auf nachhaltige Antriebe umgestellt werden.

E-Autos benötigen Strom, der erst einmal gewonnen werden muss. Schmälert das die Bilanz nicht direkt wieder?
Dietrich: Wichtig dabei ist, dass die E-Pkw auch mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden. Im Szenario zur Klimaneutralität gehen wir zum Beispiel davon aus, dass wir fast jedes Dach der Stadt, inklusive der privaten Wohngebäude in Dülmen mit einer Photovoltaik-Anlage ausstatten müssen, um sauberen Strom für Elektroautos und weitere Anwendungen zu produzieren.

Das vollständige Interview ist in der Mittwochausgabe der DZ zu lesen.

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