1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Duelmen
  4. >
  5. Wenn plötzlich die Sirene tönt...

  6. >

Was tun, sobald die Feuerwehr vor einer Katastrophe warnt

Wenn plötzlich die Sirene tönt...

Dülmen

Was tun, wenn plötzlich die Sirenen losheulen? In Dülmen gibt es drei dieser Anlagen in Stadt sowie je eine in den Ortsteilen. An die Bevölkerung ist das Signal jedoch nicht immer gerichtet, erläutert Feuerwehr-Chef Hubert Sommer in der DZ.

In jedem Ortsteil gibt es eine Sirene, dazu drei in Dülmen-Mitte. In Merfeld wurde sie auf dem Dach der Grundschule installiert.  Foto: Maximilian West

Die Dülmener, vor allem die Einwohner von Buldern und Hiddingsel, wissen, was ein Hochwasser anrichten kann. Zwar sind die Ereignisse von 1998 und 2004 nicht mit denen vergleichbar, die in den vergangenen Tagen zu weit mehr als 100 Todesopfern in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führten. Dennoch fragen sich nicht wenige: Wenn eine solche Katastrophe auch bei uns (wieder) passiert: Wie wird davor gewarnt?

Wieder-Einführung der Sirenen 2017

Zunächst einmal über die Sirenen: Anfang 2017 wurden sie wieder eingeführt, nun mit digitaler Technik ausgestattet. Inzwischen gibt es neun von ihnen im Stadtgebiet - drei in Dülmen-Mitte und jeweils eine in den umliegenden Ortsteilen. Doch an die Bevölkerung ist das Signal nur gerichtet, wenn der Heulton (der frühere „Fliegeralarm“) mehrmals hoch und heruntergefahren wird.

Wird der einminütige Ton dagegen zweimal unterbrochen, kann er ignoriert werden: Mit diesem Signal werden die Feuerwehrleute zum Einsatz gerufen. Sollte aber der klassische „Fliegeralarm“ erklungen sein, wird eine Entwarnung durch einen einminütigen Dauerton bekannt gegeben.

Probealarm ein Mal im Monat

Nicht beachten müssen Bevölkerung und Feuerwehr den 15-sekündigen Dauerton an jedem ersten Samstag im Monat - dabei handelt es sich um einen reinen Probealarm. Zum Einsatz in einem Ernstfall gekommen sind die digitalen Sirenen bereits mehrfach. Premiere war im Juli 2019, als in Dülmen-Mitte zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden mussten.

Darüber hinaus werden im Ernstfall die betroffenen Ortsteile - ob es sich nun um einen Blindgänger, Hochwassergefahr oder eine weitere heranziehende Katastrophe handelt - direkt durch die Feuerwehr informiert. „Die meisten unserer Fahrzeuge sind mit Lautsprechern ausgerüstet“, sagt Hubert Sommer, Leiter der Feuerwehr Dülmen. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, die Leute vor Ort zu informieren.“

Startseite