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Satzungsänderung: Nieströter bekennen sich ausdrücklich zur Demokratie

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Dülmen.

Im Paragraf zum Sinn und Zweck des Vereins haben die Nieströter Schützen rassistische, fremden- und verfassungsfeindliche Verhaltensweisen explizit ausgeschlossen. Sie folgen damit dem Hausdülmener Vorbild.

Von Stefan Bücker

Gut besucht war die Versammlung der Nieströter Schützen. Foto: Stefan Bücker

109 Schützinnen und Schützen waren der Einladung des Vorstands zur Jahreshauptversammlung des Nieströter Schützenvereins in das Kolpinghaus gefolgt. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende Markus Brambrink in seiner Begrüßung über die außerordentlich hohe Impfbereitschaft der Nieströter.

Nur wenig Anlass zur Diskussion ergab die Vorstellung des Vorstandes zur Änderung der Satzung durch Roland Pietz und damit der ersten Novellierung seit 1998. Dabei ging es um technisch sinnvolle Änderungen wie eine neue Definierung des Zeitraumes des Geschäftsjahres, vereinsrechtlich notwendige Anpassungen sowie einer zeitgemäßen Änderung der Textform, die eine Satzung gleichermaßen für Frauen wie für Männer abbildet.

Bereits im vergangenen hatte die Versammlung das konsequente Vorgehen der Schützenfreunde der Burgwache zum Ausschluss von Mitgliedern mit verfassungsfeindlicher und radikaler Gesinnung gelobt. Der Hausdülmener Entscheidung zu einer entsprechenden Satzungsänderung folgten nun auch die Nieströter.

Im  Paragraf zum Sinn und Zweck des Vereins wird nun ein expliziter Ausschluss rassistischer-, fremden- und verfassungsfeindlicher Verhaltensweisen verankert. „Der Ansatz ist gut und lobenswert“, empfand Thomas Reinert, nach den Vorstellungen der Grünen aber passe der Passus, der auch die Wahrung von „Glaube und Sitte“ benenne, nicht mehr ins 21. Jahrhundert. „Wir reden hier über das christliche Wertesystem, das losgelöst vom Glauben steht“, widersprach Beisitzer Daniel Katz.

Wie viele Vereinsmitglieder der Satzungsänderung zustimmten, was die Vorstandswahlen ergaben und welche weiteren Neuerungen die Schützen besprachen, ist in der Dienstagsausgabe der DZ nachzulesen.

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