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Nach der abgesagten Evakuierung: Stadt begründet Vorgehen

„Solche Vorarbeiten sind die absolute Ausnahme“

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 Die Erleichterung dürfte groß gewesen sein, als bereits am Freitag feststand: Am Mühlenweg liegt kein Blindgänger im Boden, die für Sonntag geplante Groß-Evakuierung konnte daher ausfallen. Warum die Stelle nicht schon vorher genau untersucht wurde, verrät Jürgen Heilken von der Stadt.

Von Kristina Kerstan

Für die Evakuierung am Sonntag wäre bereits alles vorbereitet gewesen. Foto: Emilie Burjak

Eigentlich hätte am vergangenen Sonntag eine Groß-Evakuierung von Teilen der Innenstadt angestanden. Dann gab es schon am Freitag Entwarnung. Bereits bei Vorarbeiten hat sich der Blindgänger-Verdachtspunkt als harmlos entpuppt - statt einer Bombe lag hier ein altes Brunnenrohr im Boden.

Nur: Wenn man früher genauer nachgeschaut hätte, hätte man dann nicht die aufwendigen Planungen für die Evakuierung vermeiden können?

„Vorarbeiten, wie sie am Freitag durchgeführt wurden, sind die absolute Ausnahme und bei normalen Verdachtspunkten nicht üblich“, betont im DZ-Interview Jürgen Heilken, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung bei der Stadt. „Am Mühlenweg kamen nun mehrere Faktoren zusammen, die zu der Entscheidung geführt haben, bereits erste Arbeiten durchzuführen.“

Arbeiten normalerweise erst am Tag der Evakuierung

Dazu gehörte etwa der hohe Grundwasserspiegel. „Hätte man bei den Vorarbeiten bereits einen Wassereinbruch festgestellt, wären noch zwei Tage Zeit geblieben, um gegenzusteuern“, so Heilken. „Hinzu kam die Tatsache, dass von der Evakuierung verschiedene Einrichtungen und kritische Infrastruktur - etwa das Krankenhaus - betroffen waren.“

Die Vorarbeiten sollten daher dazu beitragen, den Zeitraum der Evakuierung so kurz wie möglich zu halten. „Üblicherweise werden die entsprechenden Arbeiten immer erst am Tag der Untersuchung durchgeführt. Hierbei kann es immer sein, dass sich der Verdacht dann nicht bestätigt. Diesen Fall hatten wir ja bekanntlich bereits öfter, zuletzt am Bahnhof“, berichtet Heilken weiter.

Das gesamte Interview, bei dem es auch um die Kostenfrage geht, lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag.

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