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Schwimmen in den Ferien

See ist nicht gleich See

Dülmen

Ferien, schönes Wetter - da zieht es viele ans Wasser. Doch nur an bewachten Badestellen sollte der Sprung ins kühle Nass erfolgen.

Von Christian Besse

Wie Surfer können auch die Schwimmer die Zeit am Silbersee II nahe Hausdülmen genießen - wenn sie sich an die Regeln halten. Foto: dpa

Kleine und jugendliche Wasserratten können sich über das glückliche Zusammentreffen dreier Umstände freuen: Die Sommerferien sind endlich da, Corona-Einschränkungen sind weitestgehend gefallen, und das Wetter könnte zwar besser, aber auch weit schlechter sein. Also nichts wie ab in die Badehose und dann möglichst schnell ins kühle Nass.

Doch Roland Löhnert, Pressesprecher der DLRG Dülmen, warnt. Er rät dringend dazu, „immer nur bewachte Badestellen aufzusuchen, wo Rettungsschwimmer oder Bademeister vor Ort sind“, sagt Löhnert auf Nachfrage der DZ. Heißt also: ins düb oder, wenn es unbedingt die freie Natur sein muss, in den Silbersee II, wo auch Rettungskräfte vor Ort sind.
Am Bulderner See oder am Dortmund-Ems-Kanal ist das nicht der Fall. „Am Bulderner See machen wir nur Rettungsdienst bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten oder Surffestivals“, so der DLRGler. Ansonsten gilt: „Wenn ich dort oder im Kanal untergehe, kann mir keiner helfen.“

Auch wer nicht alleine, sondern mit Kumpels plümpsen gehen will, sollte sich im Fall der Fälle nicht auf diese verlassen müssen. Denn am Ende könnte es nicht nur einen, sondern gleich zwei Todesfälle geben. „Das Problem ist: Der Ertrinkende hat unheimlich Kraft, wenn er in Panik ist. Den Rettenden ohne entsprechende Ausbildung zieht er gnadenlos mit runter“, erläutert Löhnert. Ausgebildete Rettungsschwimmer könnten dagegen mit der Situation umgehen.

Weitere Berichterstattung zum Thema in der DZ-Samstagsausgabe.

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