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Rat beschließt den Windenergie-Plan

Platz für Windräder auf 517 Hektar

Dülmen

4,4 Prozent des Stadtgebietes beziehungsweise 517 Hektar: Diese Fläche kommet künftig für den Bau von Windenergieanlagen in Frage. Einstimmig hat der Rat jetzt den Windenergie-Plan beschlossen, der diese Konzentrationszonen ausweist. Und für die Politik ist künftig vor allem eines wichtig.

Foto: dpa

Große Debatten, lange Diskussionen - die gab es weder in Hauptausschuss noch im Rat. Stattdessen Zustimmung aus allen Fraktionen für den Dülmener Windenergie-Plan. Oder, wie er offiziell heißt: für den sachlichen Teilflächennutzungsplan „Windenergie“.

Damit hat die Politik jetzt quasi die Leitplanken dafür gesetzt, wo in Dülmen künftig weitere Windenergieanlagen gebaut werden können. Aktuell gibt es Windräder vor allem in Welte, bisher stehen insgesamt elf Anlagen im Stadtgebiet.

14,4 Prozent der Stadtfläche kommen in Frage

Insgesamt kommen künftig 517 Hektar in Frage, was 14,4 Prozent der Fläche Dülmens entspricht. Gleich mehrere dieser Konzentrationszonen (Größe: mindestens sechs Hektar) befinden sich dabei rund um Buldern, im Hangenau, Limbergen oder Mitwick. Größere Potenzialflächen liegen zudem in Daldrup, nördlich der L 600 hinter Merfeld sowie in Welte. Und für gleich mehrere Areale gibt es bereits ziemlich konkrete Pläne von verschiedenen Investoren.

Doch es regt sich auch Protest: Im Rahmen der Offenlage, bei der jeder und jede Anregung zum Windenergie-Plan vorbringen konnte, wurden bereits im vergangenen Jahr unter anderem zwei kritische Stellungnahmen von Anwohnern aus Daldrup und Limbergen abgegeben. Erstere wurde von 170 Personen unterzeichnet, bei dem Schreiben aus Limbergen gibt es 113 Unterstützer.

Wübbelt: Die Bürger mit ins Boot holen

In Buldern selbst sei, ein wenig zu seiner eigenen Verwunderung, zum Thema Windkraft bislang nur wenig zu hören gewesen, berichtet Ortsvorsteher Christoph Wübbelt im DZ-Gespräch. „Irgendwann müssen wir halt umschwenken“, sieht er angesichts der Energiewende wenig Alternativen zum Ausbau von Windkraft. „Ich glaube, die Akzeptanz ist größer als gedacht.“ Was er betont: Wichtig sei, die Bürger mit ins Boot zu holen, sodass sie von den Windenergieanlagen in ihrer Nachbarschaft profitieren.

Wübbelt arbeitet für die Gemeinde Rosendahl. „Und wir sind die Kommune mit den meisten Windrädern im Münsterland.“ Die Beteiligung der Bevölkerung sei dabei immens wichtig. Vor allem bei den Stadtwerken-Projekten erhofft er sich, dass hier eine Bürgerbeteiligung - und rät jedem Investor, dieses ebenfalls dringend anzubieten.

Alle Projektentwickler wollen Bürgerbeteiligung bieten

Und tatsächlich zeigt eine DZ-Rundfrage: Jeder der drei bereits bekannten Projektentwickler plant in irgendeiner Form Bürgerbeteiligung. Mehr dazu finden Sie in der heutigen DZ-Ausgabe auf einer Sonderseite rund um das Thema Windenergie in Dülmen.

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