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So sieht es 2021 mit Großveranstaltungen aus

Planen nur mit vielen Fragezeichen

Dülmen. Auf den beliebten Frühlingsmarkt müssen die Dülmener 2021 wohl verzichten. Tim Weyer von Dülmen Marketing hat wenig Hoffnung, dass diese Großveranstaltung im März stattfinden kann. Aber was kann 2021 stattfinden - und was nicht? Das beantwortet er im DZ-Interview.

Kristina Kerstan

Dicht gedrängt schieben sich die Besucher durch die Innenstadt: Ein solches Bild wie beim Frühlingsmarkt 2019 wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Foto: mm

Eigentlich sollte in diesen Tagen der Dülmener Winter 2020/21 zu Ende gehen. Gleichzeitig würden beim Veranstalter Dülmen Marketing bereits die Vorbereitungen laufen für die Großveranstaltungen in den kommenden Monaten. Doch Corona ändert diesmal alles. Wie die Vorbereitungen für Großevents mitten im Lockdown laufen, darüber sprach Tim Weyer, Geschäftsführer von Dülmen Marketing, im DZ-Interview.

Normalerweise stehen zu diesem Zeitpunkt bereits die Termine für die Großveranstaltungen in 2021 fest. Wie sieht es diesmal aus?

Tim Weyer: Die Termine stehen tatsächlich bereits fest, zum Beispiel für die verkaufsoffenen Sonntage oder den Dülmener Winter. Wobei ich nicht davon ausgehe, dass der Frühlingsmarkt im März wie geplant stattfinden kann angesichts der Pandemie. Als Dülmen Marketing haben wir allerdings Glück im Pech, weil die meisten unserer Großveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Und bis dahin, so unsere Hoffnung, wird die Corona-Lage sich dank der Impfungen entspannt haben. So überlegen wir beispielsweise, die Berufsmesse, die eigentlich im Mai stattfindet, ins zweite Halbjahr zu verschieben.

Und wie sieht es mit den Märkten aus?

Weyer: Die Abend- und Samstagsmärkte sind Veranstaltungen, die wir relativ spontan auf die Beine stellen können. Da können und werden wir vergleichsweise kurzfristig auf die Lage reagieren.

Wie laufen denn momentan die Gespräche mit den Beschickern und Anbietern?

Weyer: Wir haben in den vergangenen Jahren fast immer mit den gleichen Partnern zusammengearbeitet. Jetzt sitzen wir alle im gleichen Boot. Es gibt daher eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch in der Krise. Wir haben beispielsweise mit unseren Partnern zusammen den Dülmener Winter 2020/21 abgesagt: Wir mussten keinerlei Strafgebühren zahlen, und keiner der Partner musste Standgebühren zahlen, wie sie in den Verträgen standen.

Ihre Einschätzung: Was kann 2021 stattfinden - und was nicht?

Weyer: Da müssen wir ganz realistisch sein. Der Frühlingsmarkt Mitte März wird, wie gesagt, wohl nicht so stattfinden können wie in den vergangenen Jahren. Da sind wir gerade dabei, uns Alternativen zu überlegen. Unsere nächste Großveranstaltung - die Kirmes wird immer vom Ordnungsamt organisiert - ist dann das Weinfest Ende Juni. Ein Kollege hat bereits die Winzer angeschrieben. Wenn wir dann in der Lage sind, etwas auf die Beine zu stellen, ist der Termin auf jeden Fall schon einmal geblockt. Aber da jetzt schon groß in die Detailplanung einzusteigen - das ist wohl vergebene Liebesmüh. Generell gilt aber für uns: Wir werden versuchen, in diesem Jahr an Veranstaltungen all das zu machen, was möglich ist.

Wie es mit der von der Stadt organisierten Kirmes aussieht, das lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Donnerstag.

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