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Charly Cinar berichtet von Bränden bei Marmaris

„Pinienwälder sind zu Asche geworden“

Dülmen. 

Charly Cinar ist in Dülmen aufgewachsen. Jetzt lebt er in Marmaris in der Türkei und beobachtete aus nächster Nähe die Feuersbrunst, die auf die Urlaubsregion zurollte.

Von Jürgen Primus

Rauch steigt von Waldbränden in der Nähe von Marmaris im Südwesten der Türkei auf. Foto: dpa

„Es ist vorbei.“ Dies sind die erleichterten Worte von Charly Cinar, mit denen der langjährige Dülmener am  Freitag seine SMS an die DZ einleitete. Der Türke, der vor einigen Jahren in sein Heimatland zurückkehrte und heute in Marmaris lebt, hat wie seine Freunde und Bekannten die verheerenden Waldbrände in der Nähe seines Wohnorts überstanden. Die Gefahr scheint gebannt.

Marmaris selbst wurde verschont

„Der Brand hat tagelang gewütet“, schreibt der ehemalige Dülmener weiter, „und große Gebiete vernichtet. Wundervolle Pinienwälder sind zu Asche geworden.“ Marmaris selbst sei verschont geblieben, das Feuer wütete in der nächsten Bucht, wo der kleine, aber bei Touristen beliebte Ort Içmeler liege. Die Wälder bei Içmeler, die Hügel bis dicht ans Meer - alles verbrannt, schreibt Cinar.

Charly Cinar will Mut machen

„Viele Menschen sind regelrecht depressiv geworden. Ich versuche Mut zu machen, indem ich meinen Bekannten in Içmeler schreibe, dass wir alles wieder neu bepflanzen werden. Im Herbst geht’s los.“ Dennoch habe es andere Gebiete in der Nähe von Marmaris noch stärker getroffen. Zum Beispiel die 100 Kilometer entfernte Stadt Mugla, die in einer sehr waldreichen Gegend liegt. Ganz zu schweigen von den Städten, in denen es Tote gab. „Es war das reinste Inferno. Alle sind geschockt“, schreibt Charly Cinar.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Samstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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