"Schandfleck" an der Ludwig-Wiesmann-Straße

Oase für Pflanzen oder Hunde?

Dülmen

Von einem „Schandfleck“ spricht eine DZ-Leserin. Gemeint ist ein Grünstreifen an der Ludwig-Wiesmann-Straße, der lange nicht geschnitten wurde und von Hunden zugekotet werde. Die Stadt sieht das anders. Von Christian Besse

Der Grünstreifen an der Ludwig-Wiesmann-Straße Foto: privat

Von einem „Schandfleck“ spricht DZ-Leserin Brigitte Böker, die sich in einem Brief an die Zeitung über einen Grünstreifen an der Ludwig-Wiesmann-Straße beschwert. Er werde von Hunden zugekotet und sei in diesem Jahr noch nicht von der Stadt geschnitten worden.
„Das Gras steht hoch bis zum Bauchnabel“, schreibt die Anwohnerin. „Das Grünflächenamt reagierte nicht auf eine von mir vor Wochen geschickte Mail. Ich habe ein Bild aufgehängt, damit Besitzer von Hunden die Hinterlassenschaft entfernen.“

Den Begriff „Schandfleck“ möchte André Siemes auf Nachfrage der DZ so nicht stehen lassen. „Wir schneiden bewusst nicht alle Grünstreifen zurück – und zwar mit Blick auf den Naturschutz und die Biodiversität“, antwortet der Pressesprecher der Stadt der Redaktion. „Dort wo es möglich ist, lassen wir Grünstreifen wachsen, damit dort auch andere Pflanzen nachwachsen können. Zurückgeschnitten wird dann erst im Laufe des Sommers nach der Blühphase.“

Zurückgeschnitten werde dort, wo das Grün die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könne, etwa in Kreuzungsbereichen oder wenn das Grün in Fuß- und Radwege hineinwachse.
Zum Thema Hundekot: „Wir können nur an alle Hundebesitzer appellieren, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner auch einzusammeln.“

Startseite