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Viele Gewässer in Dülmen sind so gut wie ausgetrocknet

„Nur das Wasser von oben zählt“

Dülmen

Die Hitze in Dülmen dauert nun schon wochenlang an und darunter leidet derzeit auch die Tier- und Pflanzenwelt. Zahlreiche Gewässer liegen bereits trocken und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Wasserbewohner.

Von Tatjana Thüner

Vom Karthäuser Mühlenbach gibt es kaum noch eine Spur: Lediglich größere Pfützen sind aufgrund der Hitze geblieben. Foto: Kristina Kerstan

Normalerweise steht das Wasser am Karthäuser Mühlenbach zentimeterhoch. Viel übrig geblieben ist von ihm nicht.

Nur noch größere Pfützen erinnern daran, wo das Gewässer vor der Hitzewelle noch gewesen ist. Der Bach erinnert aktuell eher an einen Waldweg. Die Hitze dauert nun schon wochenlang an und darunter leidet auch die Tier- und Pflanzenwelt.

Martin Groß betreut für die NRW-Stiftung und den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) die Welter Bachauen. Der Bach falle mittlerweile fast jeden Sommer trocken. Vor 30 oder 40 Jahren sei das nur sehr selten der Fall gewesen. Doch in diesem Jahr sind die Auswirkungen besonders stark zu spüren.

„Es ist erstaunlich zu sehen, wie leer die Landschaft ist“, sagt der Dülmener. Es gebe kaum mehr Blüten, die noch von den Bienen angeflogen werden können. Gras und Kräuter auf grundwasserfernen Standorten würden nicht wachsen.

„Das war im letzten Sommer deutlich anders“, erklärt Groß. Der Futtervorrat, den die Bienen eigentlich für den Winter angelegt hatten, haben sie nun bereits verbraucht. Damit sie nicht verhungern, müssen sie mit Zuckersirup gefüttert werden.

Welche Auswirkungen in Dülmen noch spürbar sind und welche Gewässer die Hitze außerdem autrocknen lassen hat, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der DZ.

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