Gastronomen sehen eine reine Öffnung der Außengastronomie skeptisch

Neustart nicht zu jeder Bedingung

Dülmen. Restaurants und Gaststätten wollen ihre Kunden endlich wieder am Tisch bewirten können. Würden sie es begrüßen, wenn Geimpfte ihre Gaststätten wieder besuchen dürften, hat die DZ gefragt und unterschiedliche Antworten erhalten.

Christian Besse

Sinnbild für die Krise: Auch draußen können die Wirte ihre Gäste weiterhin nicht bedienen. Foto: dpa

„Es ist Zeit, dass etwas passiert.“ Seit einem halben Jahr warten Christoph Brockmann, Inhaber der Großen Teichsmühle, und seine Mitarbeiter darauf, dass sie ihr Restaurant wieder öffnen dürfen. Liefern dürfen sie zwar, aber das sei nur für den Umsatz.

„Für uns ist jeder Gast wichtig nach der langen Zeit. Ich würde das absolut begrüßen“, sagt Brockmann. Ebenso klar positioniert sich Vojislav Ivanovic, Inhaber vom Dülmener Hof: „Das wäre nicht so gut. Wenn etwa eine fünfköpfige Familie kommt - drei davon geimpft, zwei nicht - müssen wir zwei wieder wegschicken.“

„Schnelltests wären geeigneter"

Sein Vorschlag: „Schnelltests wären geeigneter. Wenn eine zehnköpfige Gruppe kommt, alle zehn mit einem tagesaktuellen negativen Testbescheid, können wir die alle problemlos an einen großen Tisch setzen.“

Auch Ulrike Knepper, Inhaberin vom Haus Waldfrieden, würde lieber heute als morgen wieder öffnen, hält aber eine Priorisierung für Geimpfte ebenso für ungeeignet.

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