Zwei Varianten für die Paul-Gerhardt-Schule

Neubau-Planung nimmt Fahrt auf

Dülmen

Mit dem Neubau der Paul-Gerhardt-Schule wird sich der Schulausschuss in seiner Sitzung am morgigen Mittwoch beschäftigen. Wie berichtet hatten die Fraktionen von CDU, B90/Grüne und FDP den Antrag gestellt, die Planungen für einen Neubau der Grundschule voranzutreiben und entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen.

Von Claudia Marcy

Zu wenig Schatten spendende Bäume auf dem Schulhof, eine Mensa, die dem wachsenden Bedarf an Über-Mittag-Betreuung nicht mehr gerecht wird und zu wenig Platz für Tornister: Die Paul-Gerhardt-Schule braucht dringend mehr Platz. Foto: Finja Meerkamp

Die Verwaltung schlägt vor, diesem Antrag zu entsprechen - und zwar in allen Punkten. Dazu gehört, dass das neue Schulgebäude möglichst im Overberg-Quartier angesiedelt werden soll, dass moderne pädagogische Standards zu berücksichtigen sind, ebenso sollte das neue Gebäude einem hohen Klimaschutz-Standard entsprechen.

Die Schule leidet seit Jahren unter Raumnot, sodass bereits einige Klassen in Containern unterrichtet werden. Das Schulgebäude müsste saniert und das Raumkonzept verbessert werden, heißt es in dem Antrag der drei Fraktionen.

Angespannte Situation

Wie angespannt die Situation in dem Gebäude ist, ist im Schulentwicklungsplan der Stadt Dülmen nachzulesen. So können nicht mehr alle Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen im Mensagebäude einnehmen (täglich rund 220 Essen von Schulkindern und 70 Essen für Kita-Kinder). Die Kinder einer Ganztagsklasse essen daher im Klassenraum. Die Gruppenräume sind über das gesamte Schulgebäude verteilt und nicht barrierefrei erreichbar.

Fehlender Platz

Es fehlt Platz für Garderoben und Tornister. Das Büro der Schulleitung musste in die Hausmeisterloge verlegt werden, weil andere Möglichkeiten fehlen. Es fehlt ein Raum für Personal- und Elterngespräche. Im Sommer heizen die Betreuungsräume stark auf. Auf dem Schulhof fehlen schattige Bereiche.

Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Verwaltung auch aus einem weiteren Grund: Ab dem Schuljahr 2025/26 greife der Anspruch auf einen Ganztagesplatz. Die Stadt geht von wachsenden Zahlen in der Übermittag- und bei der Offenen Ganztagsbetreuung aus.



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