Werner Jostmeier plädiert für Sanierung des Löwen-Denkmals

„Namensandenken nicht opfern“

Dülmen. Der Appell von Heimatforscher Ortwin Bickhove-Swiderski, das Löwen-Denkmal samt der Platten mit Namen der Gefallenen zu sanieren, findet die Zustimmung von Werner Jostmeier. Bürgermeister Hövekamp verspricht ein Konzept bis 2022.

Claudia Marcy

Auf den Sandsteinplatten auf der rückwärtigen Seite des Löwen-Ehremals sind die Namen der Dülmener Opfer des Ersten Weltkrieges festgehalten, die zum Teil nicht mehr gut lesbar sind. Foto: Christian Besse

Mit seinem Appell an Dülmens Kulturpolitiker, sich für eine Sanierung des Löwen-Denkmals am Rathaus beziehungsweise Kirchhof St. Viktor einzusetzen und Gelder im Heimatministerium in Düsseldorf zu beantragen, hat Heimatforscher Ortwin Bickhove-Swiderski vielen Dülmenern aus dem Herzen gesprochen. Das zeigen Reaktionen von DZ-Lesern per Telefon oder Leserbrief.

Auch der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier hat sich gemeldet. „Man muss nicht immer alles hundertprozentig teilen, was Ortwin Bickhove-Swiderski als SPD- oder DGB-Vertreter äußert, aber in diesem Punkt, dass das Löwendenkmal vollständig renoviert gehört, hat er recht“, schreibt Jostmeier in einem Brief an Florian Kübber, Vorsitzender des Kulturausschusses, und dessen Vertreter.

"Das Denkmal ist nicht irgendwas"

„Dieses Denkmal mit den Namen der Toten des Ersten und Zweiten Weltkrieges ist für Dülmen nicht irgendwas. Es hat die Totalbombardierung im März 1945 überstanden“, erinnert Jostmeier daran, dass das Ehrenmal als Ort der Erinnerung und Brauchtumspflege einen besonderen Stellenwert für die Dülmener hat.

Er weist darauf hin, dass die Kriegerdenkmale in den Ortsteilen und Bauerschaften „selbstverständlich die Namen der Gefallenen beider Weltkriege“ pflegen. „Sollen die Rückseite und die Namensandenken dieses zentralen, auch für Dülmener Vereine wichtigen Denkmals tatsächlich geopfert werden“, fragt sich Jostmeier besorgt und fährt fort: „Ist es eine Frage der Wertigkeit der Rückseite? Oder des derzeitigen Zustandes des Viktor-Platzes?“

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