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Siebte Marktauflage des Mittelalter-Marktes

Mehr als Mittelalter-Kitsch in Visbeck

Dülmen

Bereits zum siebten Mal fand am Wochenende der Mittelaltermarkt in Visbeck satt. Der beliebte Markt lockte nicht nur 200 Aktive an, sondern auch zahlreiche Besucher, die auf dem großzügigen Gelände ein buntes Programm erleben konnten.

Auch musikalisch hatte der siebte Mittelaltermarkt in Visbeck am Wochenende einiges zu bieten. Foto: Fischer

Die Band Cupful Swill setzt auf der Bühne gerade zum nächsten Irenlied an, als dem Feuerspucker warm im Gesicht wird. Sein Bart gerät bei der Feuershow in Brand, doch die Kolleginnen schaffen mit der Löschdecke schnell Abhilfe. „Müssen wir jetzt Angst haben“, scherzen die Folk- und Country-Sänger von der Bühne. „Wir bauen die Bühne heute warm ab“, frotzelt André Peter zurück.

Schon der siebte Mittelaltermarkt ist es, den Peter zusammen mit den Grundstückseigentümern Roland und Britta Markert an der Kapelle Visbeck im Dernekamp organisiert. „Der Markt wird größer. Die Coronapause hat die Leute ausgehungert“, stellt der private Veranstalter fest. Grob 1000 Jahre Mittelalter stellen die annähernd 200 Aktiven hier dar, dazu gehören das frühe, das hohe und das späte Mittelalter. Doch was Peter hier organisiert, ist mehr als Mittelalter-Kitsch. Ihr Ansatz der „Living History“ (gelebte Geschichte) will historische Lebenswelten durch Personen, deren Kleidung und Ausrüstung so historisch genau wie möglich darstellen

. Die Aktiven informieren sich dafür in historischen Quellen und in wissenschaftlicher Literatur über Ausgrabungen. „Es ist nicht authentisch, wenn ich eine Hose aus dem Früh-, ein Hemd aus dem Spätmittelalter und ein Trinkhorn von 1920 trage“, erklärt Holger Angenent aus dem Orga-Team. Der Markt soll dem Publikum nicht nur Spaß, sondern auch Wissen vermitteln.

Mehr zum Mittelaltermarkt in der Montags-Printausgabe und im DZ-E-Paper.

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