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Zahl der Kirchenaustritte hat sich im Vergleich zu 2020 deutlich erhöht

Letzter Schritt einer langen Entfremdung

Dülmen

Das Amtsgericht Dülmen verzeichnete 2021 deutlich mehr Kirchenaustritte als im Vorjahr. Insgesamt gab es so 427 Austritte. Gegenwärtig würden beim Amtsgericht zudem täglich drei bis fünf weitere gemeldet. 

Von Patrick Hülsheger

427 Kirchenaustritte zählte das Amtsgericht Dülmen für das Jahr 2021. Foto: Enie Vennemann

Die Zahl der Kirchenaustritte in Dülmen hat 2021 deutlich zugelegt. Insgesamt vermeldet das Amtsgericht Dülmen eine Zahl von 427 Austritten. 2020 hatte es 258 Austritte gegeben, nachdem es 2019 bereits 350 gewesen waren.

So berichtet die Seelsorgeeinheit St. Pankratius/St. Georg von 47 Austritten in Buldern sowie 16 in Hiddingsel. Die Gemeinde Heilig Kreuz zählte 102 Austritte, heißt es aus dem Pfarrbüro auf DZ-Anfrage.

„Im Januar haben wir insbesondere seit den neuesten Veröffentlichungen bezüglich der Missbrauchsfälle in der Kirche nochmals einen deutlichen Anstieg“, berichtet Dr. Marc Büning, Leiter des Dülmener Amtsgerichtes. Gegenwärtig würden beim Amtsgericht täglich drei bis fünf Austritte gemeldet. „Wir haben uns darauf eingestellt“, berichtet Büning.

In vielen Fällen sei der Austritt der letzte Schritt einer oft jahrelangen Entfremdung zur Kirche, berichtet Pfarrdechant Markus Trautmann. „In vielen Biografien ist es folgerichtig, sich von der Kirche zu trennen.“ In den Fällen hätten die Menschen keine positiven Erfahrungen mit dem Gemeindeleben gemacht.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der DZ.

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