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Ab dem 11. Oktober müssen Corona-Tests bezahlt werden

Hälfte der Testzentren will schließen

Dülmen

Wenn es ab dem 11. Oktober keine kostenlosen Corona-Schnelltests mehr geben wird, hat das auch Auswirkungen auf die Zahl der Testzentren in Dülmen. Mindestens die Hälfte will schließen, zeigt eine Umfrage der DZ.

Von Christian Besse

Die Tiber-Apotheke - hier Mitarbeiterin Leonie Graute - wird auch über den 11. Oktober hinaus Corona-Tests anbieten.  Foto: Christian Besse

Wer nicht gegen Covid-19 geimpft und auch nicht von Corona genesen ist, kann sich immer noch tagesaktuell kostenlos testen lassen, bevor er eine Veranstaltung oder etwa ein Restaurant besucht. Die Betonung liegt auf „noch“, denn ab 11. Oktober ist auch das nicht mehr möglich. Nach einem Beschluss von Bundes- und Landespolitikern müssen die Bürger die Tests dann selber zahlen.

Diese Testzentren wollen schließen

Das hat Konsequenzen auch für die Zahl an Testzentren in Dülmen: Sie wird sich spürbar verringern - von aktuell sieben (zwei Apotheken, zweimal das DRK, drei private Betreiber) wird es dann nur noch drei geben - höchstens. Denn bei der Firma PMC in Stadtlohn, die hinter dem Testzentrum am Joy‘n us steht, ist man sich noch unschlüssig, ob man es weiterbetreiben soll oder nicht. „Eine finale Entscheidung gibt es noch nicht“, sagt PMC-Mitarbeiterin Mareen Osterholt auf Nachfrage. Bis Mitte nächster Woche wisse man auf jeden Fall mehr.

Definitiv die Reißleine zieht das Unternehmen Preventim, das das Testzentrum am Freizeitbad düb unterhält. „Wir schließen zum 11. Oktober“, erläutert Tim Nieswandt von Preventim. „Danach würden noch weniger Kunden kommen. Das macht dann keinen Sinn mehr. Der ganze Aufwand, den wir hier betreiben, würde sich nicht mehr lohnen.“

Ebenfalls dichtmachen werden die beiden Testzentren, die das DRK zurzeit noch in seinen Niederlassungen in Dülmen und Buldern betreibt. „Wir würden nach dem 11. Oktober in einem freien Markt agieren. Das wollen wir nicht“, begründet Christoph Schlütermann, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Coesfeld. „Wenn es eine Notsituation gäbe, wäre das etwas anderes. Aber die gibt es ja nicht.“ Offen bleiben werden dagegen das Testzentrum auf dem Real-Parkplatz und die Teststelle der Tiber-Apotheke.

PCR-Tests werden günstiger

„Voraussichtlich 16 Euro“ werde jeder Test nach dem 11. Oktober kosten, berichtet Unternehmer Michael Robers, der die Anlaufstelle am Einkaufsmarkt Real betreibt. PCR-Tests, die bisher mit mindestens 79 Euro zu Buche schlagen, würden dagegen „mit Sicherheit günstiger werden“, ergänzt er.

Obwohl der Zuspruch „nicht mehr so groß“ sei, so Daniela Fortkamp, Mitarbeiterin der Tiber-Apotheke, werde deren Teststelle auch nach dem 11. Oktober weiterhin geöffnet bleiben. Wie teuer ein Test hier dann wird, sei aber noch nicht entschieden.

Weitere Berichterstattung zum Thema Corona in der Samstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.

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